Wetter in der Region Aachen/Düren/Heinsberg: Schauer und Gewitter

Abkühlung : Schauer und Gewitter am Wochenende in NRW

Erstmals seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen war es in Deutschland an drei Tagen hintereinander mindestens 40 Grad heiß. In Tönisvorst am Niederrhein seien nach vorläufigen Ergebnissen am Freitag um 15 Uhr 40,4 Grad gemessen worden, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienst (DWD).

An dieser Messstation waren bereits am Mittwoch und Donnerstag Temperaturen über 40 Grad gemessen worden. Mit 41,2 Grad erreichte Tönisvorst zusammen mit Duisburg-Baerl am Donnerstag sogar einen neuen Rekordwert für Nordrhein-Westfalen, der mittlerweile auch vom DWD bestätigt ist.

Die Hitze sorgte für einen Ozonalarm in NRW: In Niederzier im Kreis Düren wurde am Freitag ein Wert von 264 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Er überschreite die Alarmschwelle von 240 deutlich, teilte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) mit. Sechs weitere Orte in Aachen, Düsseldorf, Essen, Krefeld, Mönchengladbach und Ratingen waren von erhöhten Werten zwischen 185 und 224 betroffen. Der Schwellenwert zur Information der Bevölkerung liegt bei 180.

Mit der Rekordhitze haben besonders die Patienten der rund 350 Krankenhäuser in NRW zu kämpfen: Klimatisiert würden meist nur Funktionsbereiche wie etwa der Operationssaal oder die Notaufnahme, sagte ein Sprecherin der Krankenhausgesellschaft NRW. Klimaanlagen seien in den Patientenzimmern eher selten. „Sicherlich wäre eine Klimatechnik in den Patientenzimmern wünschenswert, die die Wärme in den Räumen reduziert“, so die Sprecherin. „Das würde die Patienten sicherlich entlasten.“ In Dortmund mussten Feuerwehrleute ein Kind aus einem Auto befreien, das mit geschlossenen Fenstern in der prallen Nachmittagssonne stand. In Herne wurde Fische umgesiedelt, weil ihre Teiche in der Hitze „umzukippen“ drohten.

Schauer und Gewitter

Am Wochenende erwarteten Meteorologen jetzt endlich Abkühlung und Schauer und Gewitter. Am Samstag „wird es mit den Gewittern ordentlich brodeln“, sagte eine DWD-Expertin. Unwetter seien landesweit möglich, nur der Nordosten von NRW bleibe zunächst verschont bei Temperaturen um die 31 Grad.

Am Samstag „wird es mit den Gewittern ordentlich brodeln“, sagte die DWD-Expertin. Unwetter seien landesweit möglich, nur der Nordosten bleibe zunächst verschont bei Temperaturen um die 31 Grad.

In der Nacht zu Sonntag gebe es dann zumindest etwas Abkühlung: Es wird knapp um die 20 Grad warm. Am Sonntag rechnet der DWD weiter mit Regen und Gewitter. In der Eifel werden 22 Grad erwartet, in Aachen seien 25 Grad möglich und in Minden sollen die Temperaturen auf bis zu 29 Grad klettern.

(dpa)