Wetter in Aachen/Düren/Heinsberg: Hitze bleibt

Region : Die Hitze bleibt in der Region: Die Temperaturen steigen

Deutschland steht ein schweißtreibender Tag bevor - und die Temperaturen klettern weiter. Die Höchstwerte sollen am Dienstag in Aachen bis zu 32 Grad erreichen, wie der Deutsche Wetterdienst am Morgen auf seiner Internetseite schrieb. In anderen Teilen Deutschlands kann es bis zu 35 Grad werden. Nur im Südosten Bayerns, im höheren Bergland und an den Küsten wird es weniger heiß.

Bad Nauheim in Hessen war am Montag mit 32,7 Grad bundesweit der wärmste Ort. Dahinter folgte Lingen in Niedersachsen mit 32,5 Grad. Die Stadt im Emsland könnte Anwärter für einen neuen Jahres-Hitzerekord sein: Dort wurde am 29. Mai mit 34,2 Grad die bisher höchste Temperatur 2018 erreicht.

In den kommenden Tagen könnte es den Prognosen zufolge noch wärmer werden - mit Temperaturen von 29 bis 36 Grad am Donnerstag und Freitag. Das betrifft auch den Raum Aachen: Bis zum Samstag werden jeden Tag Temperaturen von über 35 Grad erwartet, auch in der Eifel ist es kaum kühler.

Waldbrandgefahr in Nordrhein-Westfalen

Mit den Temperaturen steigt auch die Waldbrandgefahr in Nordrhein-Westfalen, am Wochenende wird trotz des Regens die Höchstbrandstufe erreicht. Der Landesbetrieb Wald und Holz warnt vor Waldbränden. Besonders betroffen ist der Niederrhein, da dort die Böden sehr trocken sind. Für die Städteregion Aachen gilt ab Mittwoch laut des Deutschen Wetterdienstes die zweithöchsten Waldbrandgefahrenstufe.

Fred Josef Hansen, Einsatzleiter für die Ranger in Südwestfalen, warnt davor, im Wald eine Zigarette zu rauchen oder zu grillen. „Das ist eine Ordnungswidrigkeit”, sagt er. „Früher haben wir die Leute erst belehrt, aber jetzt greifen wir konsequent durch, weil in ganz NRW eine hohe Waldbrandgefahr herrscht.” Wer sich nicht an die Regeln hält, wird angezeigt.

Brennt es dennoch, stehen nach Angaben des Landesfeuerwehrverbandes trotz der Ferien genügend Einsatzkräfte bereit. Vor allem auf dem Land sei die Freiwillige Feuerwehr gefragt, sagte Verbandssprecher Christoph Schöneborn. Löschflugzeuge habe die Feuerwehr zwar nicht, aber es gebe ausreichend Personal vor Ort.

Das sieht beim Bewässern der Straßenbäume in den Städten anders aus: Durch die steigenden Temperaturen dürsten vor allem Jungbäume. In mehreren Städten ist die Feuerwehr mit Schläuchen unterwegs, die Stadt Dortmund greift zu anderen Maßnahmen: Sie bittet die Einwohner um Hilfe. Sie sollen Bäume in der Nachbarschaft täglich mit zwei Eimern Wasser tränken, bis die Hitzewelle vorbei ist. Das empfiehlt der Städte- und Gemeindebund NRW auch in den ländlichen Regionen.

Trotz extremer Hitze wird der Temperaturrekord in NRW nach Einschätzung der Wetterexperten in den kommenden Tagen nicht geknackt. Der kommende Freitag werde zwar der bislang heißeste Tag des Jahres, dann stiegen die Temperaturen auf bis zu 38 Grad, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag in Essen mit. Der Rekord aus dem Jahr 2003 werde aber nicht gebrochen. Damals erreichte der Stadtteil Merkenich in Köln schweißtreibende 39,6 Grad.

Wer noch eine Abkühlung sucht: Hier gibt es die Liste der Freibäder in der Region.

(dpa/red)
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