36. Justizforum „Recht im Zentrum“: Wenn Trickbetrüger sich als Enkel ausgeben

36. Justizforum „Recht im Zentrum“ : Wenn Trickbetrüger sich als Enkel ausgeben

Auf kriminelle Verbrecher hereinzufallen, passiert oft schneller, als einem lieb ist. Gerade ältere Menschen sind häufig betroffen. Das Thema „Senioren als Opfer – Folgen, Hilfe und Vorbeugung“ steht am Mittwoch, 7. November, 18 Uhr, im Fokus des 36. Justizforums unserer Zeitung „Recht im Zentrum“.

Auf kriminelle Verbrecher hereinzufallen, passiert oft schneller, als einem lieb ist. „Gerade ältere Menschen sind häufig betroffen von Betrug und Einbruch, unseriösen Haustürgeschäften, perfiden Enkeltricks, Taschendiebstahl und Gewinnversprechen“, sagt Hans Jahn vom Weißen Ring e.V. der Außenstelle Aachen – Städteregion. Das Thema „Senioren als Opfer – Folgen, Hilfe und Vorbeugung“ steht am Mittwoch, 7. November, 18 Uhr, im Fokus des 36. Justizforums unserer Zeitung „Recht im Zentrum“. Ausgerichtet wird es von der Staatsanwaltschaft Aachen und dem Weißen Ring, der 1976 von Eduard Zimmermann (Aktenzeichen XY) gegründet wurde.

Der Handwerkertrick

Interessierte Leser sind zu der kostenlosen Veranstaltung herzlich eingeladen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten (siehe Infobox).

Experten beleuchten Aspekte, die Senioren im Alltag immer wieder zum Verhängnis werden. So etwa gibt es auch den Handwerker- oder Wasserwerktrick in etlichen Formen und Abwandlungen. Ebenso wird über Frauen informiert, die auf Partnerbörsen oder auf der Straße gezielt ältere, alleinstehende Männer ansprechen - mit dem Ziel, sie solange auszunehmen, bis sie kein Geld mehr haben.

Die Bandbreite der skrupellosen Delikte ist groß. Trickbetrüger, die nur gewaltfrei in Wohnungen gelangen wollen, um Wertsachen zu stehlen, geben sich häufig als zivile Polizisten oder Handwerker aus. Vorsicht auch, wenn ein Anruf über die Nummer 110 erfolgt. Dann stimmt garantiert etwas nicht, denn die Polizei selber würde nie über diese Notrufnummer anrufen.

Die am Forum teilnehmende Aachener Staatsanwältin Sabine Tandetzki bearbeitet täglich derart kriminelle Energie gegenüber wehrlosen Opfern, denn sie ist die Leiterin des Sonderdezernates für Senioren – einem landesweiten Pilotprojekt der Aachener Staatsanwaltschaft.

Dies wurde gegründet von der einstigen Leitenden Aachener Oberstaatsanwältin und späteren Generalstaatsanwältin Elisabeth Auchter-Mainz, die heute als Opferschutzbeauftragte von NRW ebenfalls an dem Forum teilnimmt.

Erstmals in der bald zehnjährigen Geschichte von „Recht im Zentrum“ beteiligen sich an der kommenden Veranstaltung nicht nur Juristen und Experten, sondern auch Schauspieler.

Aus Köln hat sich das „Altentheater“ des Freien Werkstatt Theaters angekündigt – Kooperationspartner der Polizei Köln.

Das Ensemble zeigt beispielhaft in ansprechenden Sketchen, wie schnell Senioren zu Opfern werden können.