Aachen: Wenn‘s blitzt, dann tobt der Saal bei der Kinderuni

Aachen: Wenn‘s blitzt, dann tobt der Saal bei der Kinderuni

Die Kinder haben getobt: Als der Physikprofessor Lutz Feld im voll besetzten Audimax Blitze zeigte, war der Applaus der Kinderuni-Besucher ohrenbetäubend. Und sie wollten es noch mal sehen und noch mal und noch mal.

Finja Mertens (9), Julia Siemons (9) aus Roetgen und Lisa Aldekamp (8) aus Eschweiler hat die dreiviertel Stunde Physikvorlesung dann auch so fasziniert, dass sie unisono erklärten: „Wir freuen uns auf die weiterführende Schule und auf die Physikstunden.“

Die erste Kinderunivorlesung der RWTH in Zusammenarbeit mit unserer Zeitung in diesem Semester stand unter dem Motto: „Womit beschäftigt sich die Physik?“ Lutz Feld fand einfache Antworten: „Die Physik versucht alle Naturerscheinungen auf wenige Grundprinzipien zurückzuführen, weil wir die Welt verstehen wollen.“ Das schien tatsächlich einfach.

Das Rückstoßprinzip zum Beispiel: Vor ihm hingen fünf Metallkugeln, jede an einem eigenen Faden. Stieß der Physikprofessor eine der äußeren Kugeln gegen die vier verbleibenden Kugeln, blieben drei Kugeln ruhig, nur die am anderen Ende sprang weg. Ließ er zwei Kugeln auf die restlichen prallen, sprangen zwei Kugeln weg.

Zufall? Nein. „Wir stellen gezielte Fragen, um danach bei verschiedenen Experimenten Gemeinsamkeiten zu entdecken, um dann Vorhersagen machen zu können, um letztlich die Welt zu verstehen.“

Wie entstehen die Blitze, die die Schüler so faszinierten? Dazu bedarf es Strom, erklärte Feld. Der muss durch eine Kupferspule laufen, die viele Windungen hat. Die Wirkung dieser Spule wird vermehrt durch einen Ring mit wenigen weiteren Spulen, der um die lange Spule liegt. Sieht aus wie eine Litfaßsäule. Oben an den Spulen kommt der Strom an einem Kugelkopf an, der sich als Blitz entlädt.

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