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Park in Viersen: Wenn ein aggressiver Raubvogel Passanten bedroht

Park in Viersen : Wenn ein aggressiver Raubvogel Passanten bedroht

In Viersen am Niederrhein muss ein Park gesperrt werden – weil ein aggressiver Raubvogel bereits mehrfach Menschen angegriffen hat. Nun wird ein Experte eingeschaltet.

Wegen eines aggressiven Raubvogels hat die Stadt Viersen einen Park in der Innenstadt gesperrt. Der Vogel gefährde die Sicherheit der Menschen im Casinogarten, teilte die Kommune am Donnerstag mit. Ein Experte vermute aufgrund von Handyfotos einiger Passanten, dass es sich um ein Jungtier des Rotschwanzbussards handeln könnte. Die Art sei am Niederrhein nicht heimisch, sondern stamme aus Nordamerika. Der Vogel könnte daher von einem Menschen aufgezogen worden sein, was auch sein Verhalten erklären könnte. Vermutlich hoffe er bei Spaziergängern auf Futter.

Ein Sprecher sagte, am Morgen habe das Tier einen Mann und seinen Hund attackiert. Auch andere Passanten hätten von einem aggressiven Raubvogel mit etwa 1,50 Meter Flügelspannbreite berichtet. Daraufhin sei der Park, in dem sich auch ein Spielplatz befinde, vorsichtshalber gesperrt worden.

Wenn man auf den Vogel treffe, sei es nun wichtig, die Ruhe zu bewahren und das Tier nicht durch Schläge in die Luft zu erschrecken, erklärte die Untere Naturschutzbehörde des Kreises. Ein Falkner der Greifvogelhilfe will in den kommenden Tagen versuchen, das Tier einzufangen.

(dpa)