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Weniger Saisonarbeiter auf den Feldern in NRW

Einige Felder nicht abgeerntet : Wegen Corona weniger Saisonkräfte auf nordrhein-westfälischen Feldern

Auf den Spargel-, Obst- und Gemüsefeldern in Nordrhein-Westfalen sind in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie deutlich weniger Saisonarbeitskräfte im Einsatz als sonst.

. So geht der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) davon aus, dass von den regulär etwa 25.000 Saisonkräften bis in den Herbst bislang nur etwa 10.000 auf den etwa 1000 Höfen im Verbandsgebiet tätig sind. Bis zum Ende der Saison würden nur maximal 18.000 überwiegend rumänische Mitarbeiter erwartet, sagte die Geschäftsführerin des Westfälisch-Lippischen Arbeitgeberverbandes der Landwirte, Marion von Chamier, am Donnerstag in Werne bei einer Zwischenbilanz.

Als Hauptgründe für den Rückgang nennen die Landwirte einerseits gestiegene Kosten durch Coronavirus-Schutzauflagen und Flugkosten, die pro Arbeitskraft auf rund 1000 Euro in der Saison geschätzt werden. Hinzu komme eine stark eingebrochene Nachfrage nach einigen Sorten, weil die Gastronomie lange geschlossen war und nur langsam wieder anläuft. Spargelbauern hätten daher beschlossen, einige Felder gar nicht erst abzuernten.

Manche Höfe hätte auch Probleme gemeldet, ausreichend Personal zu rekrutieren. In den Ausgangsländern gebe es Ängste, sich in Deutschland mit dem Coronavirus anzustecken. Insbesondere Betriebe aus dem Rheinland beklagen, dass zu wenig Saisonkräfte verfügbar seien. Genaue Zahlen würden aber nicht erfasst, heißt es beim Rheinischen Landwirtschaftsverband. Die Situation führe dazu, dass einiges Gemüse nicht geerntet werden könne, sagte Peter Muß vom Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauern auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

(dpa)