Fälle von Katzen häufen sich: Weniger Hunde zur Urlaubszeit ausgesetzt

Fälle von Katzen häufen sich : Weniger Hunde zur Urlaubszeit ausgesetzt

Es ist ein trauriger Klassiker in der Sommerzeit: Vor dem Urlaub werden lästig gewordene Haustiere einfach ausgesetzt. Die Lage hat sich für die Tierheime in Nordrhein-Westfalen allerdings bei den Hunden entspannt.

„Bei den Hunden ist es deutlich zurückgegangen. Das klassische Hunde-Aussetzen gibt es nicht mehr“, so Timo Franzen, der Leiter des Düsseldorfer Tierheims. Auch die Tierheime in Münster, Bielefeld, Gütersloh, Bonn und Solingen müssen seltener ausgesetzte Hunde aufnehmen, wie Sprecher auf dpa-Anfrage mitteilten.

Die Gründe sind vielfältig. Es drohen zum einen rechtliche Konsequenzen. Nach Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes ist es verboten, Tiere auszusetzen. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer hohen Geldbuße bestraft werden. Zum anderen sind einige Hunde in NRW gechippt. Die entsprechende Nummer ist oft in einer Datenbank hinterlegt, was die Besitzer abschreckt.

Manche Tierheime, beispielsweise in Solingen, bieten zusätzlich Hundepensionen an. Problematisch sind laut Doris Hoffe vom Tierschutzverein Münster auch Hunde-Verkäufe über das Internet: „Dort gibt es einen schwunghaften Handel. Der Hund wird herabgestuft zu einer billigen Ware. Das ist ein großes Problem.“

Wie in jedem Sommer steigen dagegen die Zahlen der zugelaufenen Katzen. „Das kann am Urlaub der Halter liegen, aber auch daran, dass gerade Tragezeit ist und viele Jungkatzen geboren werden“, glaubt das Tierheim Bielefeld.

(dpa)