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Weniger Ehen und weniger Geburten 2019 in Aachen, Düren, Heinsberg

In der Region und NRW : Weniger Ehen und weniger Geburten im Jahr 2019

In Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Jahr 2,3 Prozent weniger Ehen zwischen Männern und Frauen geschlossen worden als im Vorjahr. Auch wurden weniger Kinder geboren. Der Trend bestätigt sich ebenfalls für die Region.

Die Zahl der Eheschließungen zwischen Männern und Frauen sank von rund 88.400 auf etwa 86.400 Hochzeiten, wie das Statistische Landesamt am Montag in Düsseldorf mitgeteilt hat. In der Region haben im Jahr 2019 insgesamt 5438 Eheschließungen stattgefunden, davon 2838 in der Städteregion Aachen, 1308 im Kreis Düren und 1307 im Kreis Heinsberg. In allen drei Landkreisen ist die Zahl der Hochzeiten gesunken.

Männer waren bei ihrer ersten Heirat durchschnittlich 34 Jahre alt, Frauen 31 Jahre. In der Städteregion und den Kreisen Düren und Heinsberg bestätigen sich diese Zahlen. Im Kreis Düren waren Männer mit 33,1 Jahren durchschnittlich am jüngsten bei ihrer ersten Hochzeit. Frauen aus Düren und Heinsberg waren mit 30,6 Jahren etwas jünger als Frauen aus der Städteregion mit 31,3 Jahren bei ihrer ersten Hochzeit.

Hinzu kamen im vergangenen Jahr 3100 Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren. Davon waren 1650 weibliche und 1460 Fällen männliche Paare. In der Region haben dabei besonders häufig Frauen geheiratet: Sie kommen auf 92 gleichgeschlechtliche Eheschließungen im Jahr 2019, Männer auf 52. Bei den gleichgeschlechtlichen Ehen lag das Durchschnittsalter bei den männlichen Paaren bei 46 Jahren, bei den weiblichen bei 43 Jahren.

Die Zahl der Geburten sank in NRW 2019 um 1,6 Prozent. 170.400 Kinder wurden im vergangenen Jahr geboren, das waren fast 2800 weniger als im Jahr zuvor. Dennoch waren es 19 Prozent mehr Neugeborene als im Jahr 2011, das mit 143.100 Neugeborenen den bisherigen Tiefstand markierte. Auch für die Region bestätigte sich dieser Trend: Zwar gab es mit knapp 10.000 Geburten rund 50 Geburten weniger als im Vorjahr, aber auch hier liegt die Zahl der Geburten weit über dem Jahr 2011.

Das durchschnittliche Alter der Mütter bei der Geburt des ersten Kindes lag 2019 bei 30 Jahren und um 0,2 Jahre höher als ein Jahr zuvor. Den höchsten prozentualen Geburtenanstieg gab es in Bottrop (4,4 Prozent), während im Kreis Euskirchen (− 9,8 Prozent) der höchste Rückgang der Geburtenzahl zu verzeichnen war. In der Region verzeichnete nur der Kreis Düren eine postitive Entwicklung: Dort wurden 46 Kinder mehr geboren als im Vorjahr (1,9 Prozent). Schlechter lief es in der Städteregion (-0,6 Prozent) und im Kreis Heinsberg (-2,2 Prozent).

In NRW starben im vergangenen Jahr 36.100 Menschen mehr als Kinder geboren wurden. In der Region waren es insgesamt rund 2300 Menschen. Aber: Im Jahr 2019 sind weniger Menschen gestorben als im Vorjahr (-164).

(jas/dpa)