Lüttich: Weltausstellung 2017 soll nach Lüttich

Lüttich: Weltausstellung 2017 soll nach Lüttich

Lüttich wird sich um die Weltausstellung 2017 bewerben. Das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen. Zu den Initiatoren des Projektes gehört neben der Stadt die Gruppe zur wirtschaftlichen Positionierung der Region Lüttich (GRE).

Nach Angaben von Brigitte DeDeyne, im Büro des Lütticher Bürgermeisters für internationale Angelegenheiten zuständig, soll nun eine Arbeitsgruppe gegründet werden. Sie hat die Aufgabe, ein konkretes Thema für die Weltausstellung zu formulieren und die Bewerbungsunterlagen zu komplettieren.

Die Bewerbung muss 2011 beim Expo-Veranstalter „Bureau International des Expositions” (BIE) in Paris eingereicht werden. Das BIE entscheidet dann Ende 2012, welche Stadt den Zuschlag erhält. Allein die Bewerbung von Lüttich wird neun Millionen Euro kosten. Die Summe werden Stadt, Provinz, Region Wallonie und belgischer Staat gemeinsam aufbringen. Würde Lüttich die Weltausstellung 2017 zugesprochen, geht man von Gesamtkosten von 500 Millionen Euro aus.

Auf einem 25 Hektar großen Gelände sollen Ausstellungsgebäude angelegt werden, nach 2017 sollen die Räume weiter genutzt werden. In der Laufzeit von drei Monaten sollen acht Millionen Besucher auch durch die 3000 geplanten kulturellen Veranstaltungen angelockt werden. Pro Tag kämen laut Prognose rund 80.000 - eine logistische Herausforderung.

Bislang ist lediglich ein Konkurrent für die Ausrichtung der Expo 2017 bekannt: Die 730.000-Einwohner-Stadt Edmonton in der kanadischen Provinz Alberta.