Vor allem in Kitas und Schulen: Weitere Warnstreiks bei der Awo

Vor allem in Kitas und Schulen : Weitere Warnstreiks bei der Awo

Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr haben Verdi-Mitglieder am Dienstag Einrichtungen der Awo in Nordrhein-Westfalen bestreikt. Schwerpunkt der Warnstreiks waren Kitas und Ganztagsbetreuungen, wie die Gewerkschaft in Düsseldorf mitteilte.

Vor allem im Bezirk Mittleres Ruhrgebiet sei die Beteiligung hoch gewesen, sagte eine Sprecherin. Dort seien allein 650 Mitglieder in den Ausstand getreten. In zwei Regionen hatte die Gewerkschaft diesmal nicht zur Streikteilnahme aufgerufen. Insgesamt zählte die Gewerkschaft am Dienstag landesweit rund 1350 Warnstreik-Teilnehmer. Schon Ende Januar und am Montag hatte es Streiks gegeben.

Die Arbeiterwohlfahrt bezeichnete die Warnstreiks erneut als „unnötig“. „Unser Angebot von sieben Prozent halten wir für fair und finanzierbar. Als Wohlfahrtsverband sind wir darauf angewiesen, dass Tarifsteigerungen durch die öffentliche Hand oder die Sozialversicherungsträger refinanziert werden“, teilte eine Sprecherin in Dortmund mit.

Die Gewerkschaft will mit den Streiks im laufenden Tarifstreit vor der vierten Runde am 6. März den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. In der dritten Verhandlungsrunde hatte es bereits eine Annäherung gegeben. Die Gewerkschaft forderte zuletzt neun Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von 18 Monaten. Die Arbeitgeber hatten laut Verdi unter anderem sieben Prozent bei einer Laufzeit von weniger als 30 Monaten angeboten. Verdi sei weiterhin gesprächsbereit, betonte die Sprecherin. „Wir sind sehr daran interessiert, dass wir zu einem Ergebnis kommen.“

Die Awo NRW beschäftigt nach eigenen Angaben landesweit 65.000 Menschen in rund 3000 Einrichtungen, darunter 729 Kitas, 132 Seniorenzentren und 490 offene Ganztagsbetreuungen.

(dpa)
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