Köln: Weitere junge Maifische im Rhein ausgesetzt

Köln: Weitere junge Maifische im Rhein ausgesetzt

Mehrere Hundert junge Maifische sind am Mittwoch in Köln in den Rhein ausgesetzt worden. Die Umweltminister von Nordrhein-Westfalen und Hessen, Eckhard Uhlenberg und Silke Lautenschläger (beide CDU), ließen die Fische ins Wasser.

Damit werde ein weiterer Beitrag geleistet, den vom Aussterben bedrohten Maifisch in Europa zu erhalten, hieß es. Das Projekt zur Wiederansiedlung läuft den Ministern zufolge seit drei Jahren, vier Millionen junge Maifische sind in dieser Zeit in den Rhein gesetzt worden. Bei dem Vorhaben, das von der EU noch bis Ende 2015 gefördert wird, hat NRW die Federführung.

Hunderttausende der heringsartigen Fische zogen den Angaben zufolge bis vor 100 Jahren jedes Jahr im Mai den Rhein hinauf und waren eine wichtige Einkommensquelle für die Fischer.

Durch die Verschmutzung des Wassers und Baumaßnahmen verschwanden sie aus dem Rhein, heute gibt es nur noch wenige Restbestände in Europa. Neben NRW und Hessen sind auch die Niederlande und Frankreich an dem Wiederansiedlungsprojekt beteiligt.

Der Maifisch wird 50 bis 70 Zentimeter lang und bis zu drei Kilogramm schwer. Er verbringt den größten Teil seines Lebens im Meer. Wie der Lachs kommt der Maifisch einmal in seinem Leben vom Meer zurück in die Flüsse.

Im Alter von drei bis fünf Jahren wandert er im Frühjahr in großen Schwärmen viele Hundert Kilometer die Flüsse hinauf, um sich während der warmen Mainächte auf Kiesbänken fort­zupflanzen und anschließend zu sterben.

Nach nur vier Tagen schlüp­fen bereits die kleinen Maifische aus den Eiern. Von der Strömung lassen sie sich über die Sommermonate hinweg die Flüsse abwärts bis in das offene Meer hinaus treiben.

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