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Koalition: Warnung vor Katastrophen im Zweifel auch per Glockengeläut

Koalition : Warnung vor Katastrophen im Zweifel auch per Glockengeläut

Die Koalition aus CDU und FDP hat dem Landtag einen Maßnahmenkatalog zum Katastrophenschutz vorgelegt, der auch Kirchenglocken beinhaltet.

So heißt es in dem Antrag, dass man die genutzten Warnsysteme wie Sirenen, Handy-Apps oder Hinweise im Radio am besten gleichzeitig nutzen sollte – falls eine Komponente ausfällt. Dazu zähle „im Zweifel auch Glockengeläut.“

Nach der Flutkatastrophe im Juli soll die Landesregierung zudem die Einführung einer landesweiten Stabs- und Leitstellensoftware vorantreiben. So wären „Lagebilder in Echtzeit“ möglich, heißt es in dem Papier der Koalition. Bei Katastrophenschutzeinheiten solle die Ausstattung überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Thomas Schnelle, Sprecher für Katastrophenschutz der CDU-Fraktion, sagte dazu: „Mit unserer Initiative geben wir dem Innenministerium diverse Ideen mit auf den Weg: Von übergeordneten Handlungsleitlinien über eine landeseinheitliche Software für lokale Lagebilder in Echtzeit bis hin zu der Möglichkeit, durch die Ausrufung eines Krisenfalls von landesweiter Tragweite kommunale Aufgaben zeitweise an das Land zu übertragen.“

Sein FDP-Kollege Werner Pfeil betonte, dass die technische Ausstattung für die Helferinnen und Helfer vor Ort optimiert werden müsse: „Sie brauchen geländegängige Fahrzeuge oder leistungsstarke Wasserrettungszüge.“

(dpa)