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Stürme, Dürre und Borkenkäfer: Waldschäden in Nordrhein-Westfalen besonders groß

Stürme, Dürre und Borkenkäfer : Waldschäden in Nordrhein-Westfalen besonders groß

Stürme, Dürre und der Borkenkäfer haben dem Wald in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahren besonders stark zugesetzt. In keinem anderen Bundesland sind die Waldschäden so groß.

Das geht aus einer vom Bundeslandwirtschaftsministerium am Mittwoch veröffentlichten Übersicht hervor. Danach gelten 68.000 Hektar Wald in NRW als Schadflächen, die wiederbewaldet werden müssen. Das ist mehr als ein Viertel der gesamten in Deutschland geschädigten Waldfläche. Insgesamt gibt es in NRW rund 916.000 Hektar Wald.

Dem Agrarministerium zufolge sind die Waldschäden insgesamt größer als bisher angenommen. Bundesweit müssten 245.000 Hektar statt der bisher ermittelten 180.000 Hektar aufgeforstet werden. Jetzt sei mit 160 Millionen statt bisher 105 Millionen Kubikmetern Schadholz zu rechnen. Davon entfallen rund 35 Millionen Kubikmeter in Nordrhein-Westfalen.

Der Wald in Nordrhein-Westfalen ist laut NRW-Umweltministerium im schlechtesten Zustand seit Beginn der Untersuchungen im Jahr 1984. Nur etwa jeder fünfte Baum habe keine Schäden, hatte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts 2019 im vergangenen November gesagt.

Bund und Länder haben bereits Millionenhilfen besiegelt, um die Wälder aufzuforsten und besser gegen den Klimawandel zu wappnen. Für die kommenden vier Jahre stehen dafür knapp 800 Millionen Euro zusätzlich bereit. Davon stammen rund 480 Millionen Euro vom Bund, den Rest sollen die Länder beisteuern. Unterstützt werden sollen etwa das Herausholen von Schadholz, Wiederaufforstungen und ein weiterer Umbau zu klimaangepassten Mischwäldern.

(dpa)