Region: Waldbrandgefahr in der Region steigt auf zweithöchste Stufe

Region : Waldbrandgefahr in der Region steigt auf zweithöchste Stufe

Die Waldbrandgefahr im Westen von NRW ist am Montag auf Gefahrenstufe vier von fünf erhöht worden. Wie der Deutsche Wetterdienst berichtet, besteht sowohl für Wälder als auch für Grasflächen erhöhte Gefahr. Im Kreis Heinsberg hat es in den letzten Tagen bereits mehrfach gebrannt.

Die Warnung für Wälder gilt bis Dienstag, anschließend soll die Gefahrenstufe wieder auf drei absinken. Doch Meterologen geben keine Entwarnung: Das Wetter in Deutschland soll „knochentrocken“ bleiben, so auch in der Region. Für Grasländer bleibt die Warnung damit weiter hoch. Durch die heißen Temperaturen und wenigen Regenfälle der letzten Tage sind sowohl Boden, als auch Gräser, Sträuche und Bäume ausgetrocknet.

In der Region hat es in den letzten Tagen gleich mehrfach gebrannt, die trockene Witterung hat die Ausbreitung der Flammen begünstigt. Im Kreis Heinsberg war die Feuerwehr im Laufe des Freitags acht Mal im Einsatz, am Donnerstag musste sie 13 Brände löschen. Es brannte ein 7500 Quadratmeter großes Getreidefeld zwischen Kirchhoven und Haaren ab.

Auch am Wochenende war die Brandgefahr weiter hoch: In Hilfahrt geriet am Sonntagabend ein 5000 Quadratmeter großes Feld in Brand. Grund dafür war eine brennende Strohballenpresse, das Feuer breitete sich auf dem abgeernteten Feld schnell auf. Auch ein angrenzender Garten sowie zwei Gartenhäuser gielen den Flammen zum Opfer. In der Nacht brannte auch ein Stoppelfeld im Gangelter Ortsteil Schierwaldenrath.

Insgesamt wurden am Wochenende 15 Wald- und Flächenbrände im Kreis Heinsberg gemeldet. Auch bei Herzogenrath brannte ein 1000 Quadratmeter großes Feld.

Wie der WDR berichtet, gerieten auch im Rest von NRW Felder in Brand. In Hagen, Hünxe, Borken, Steinfurt, Dortmund und Waltrop musste die Feuerwehr ausrücken, in Datteln brannte ein 30.000 Quadratmeter großes Feld. Es soll unterirdische Glutnester gegeben haben, die für dichten Rauch sorgten.

Eine Rauchentwicklung in einem Waldstück im Bereich Dülmen hielt die Feuerwehr außerdem in Atem. Rund 350 Quadratmeter Waldgebiet fielen den Flammen zum Opfer. Die Feuerwehr löschte das Feuer und kontrollierte Glutnester im Unterholz. Bislang gab es bei den Bränden keine Verletzte.

Auch die Niederlande und Belgien sind von der Trockenheit betroffen. Für Naturschutzgebiete wurde die höchste Alarmstufe ausgerufen.

Die Feuerwehr im Kreis Heinsberg appelliert, gerade bei anhaltender Trockenheit Zigarettenkippen und Glas nicht achtlos wegzuwerfen. Die Gefahr, dass sich daraus ein Feuer entwickele, sei sehr groß.

(red)
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