Vorschläge für die Ruhr-Konferenz

Vorschläge für die Ruhr-Konferenz : Bäume pflanzen, Jugend beteiligen

Verlängert wegen großer Nachfrage: Die Bevölkerung im Ruhrgebiet hat im Internet weiterhin die Möglichkeit, Projektideen für die Ruhr-Konferenz einzureichen und über die Themen abzustimmen.

Ursprünglich sollte die Dialogplattform nach vier Monaten zum Jahresende geschlossen werden. Nach einer ersten Verlängerung um einen Monat bleibt sie jetzt erstmal bis auf Weiteres geöffnet, „da täglich neue Ideen eingereicht werden“, wie die Staatskanzlei auf Anfrage berichtete.

Mehr als 280 Projektideen lägen bereits vor. Erstmals nannte die Staatskanzlei Beispiele: Eine Pendlerin schlägt etwa eine Zusammenführung der kommunalen Verkehrsbetriebe zu einer Ruhr-Verkehrsgesellschaft vor und fordert einen 10- bis 15-Minuten-Takt auf allen Verbindungen.

Ein Mann regt an, öffentliche Obstbaumflächen mit alten Sorten für die Bürger anzulegen - für eine gesündere Ernährung. Eine Frau wünscht sich eine stärkere Einbindung von Jugendlichen beim Thema lebenswerte Stadt, etwa durch Workshops. „Von den eingereichten Ideen beziehen sich mehr als 100 auf das Thema "Neue Mobilität", über 40 auf "Grüne Infrastruktur" und 30 auf das Themenforum "Chancen - Vielfalt - Aufstieg"“, sagte die Sprecherin weiter.

Angeben können die Bürger auch, welche Themen ihnen bei der Ruhr-Konferenz besonders wichtig sind. Rund 3270 Bürger haben sich dort schon beteiligt. Den größten Zuspruch findet derzeit das Thema „Bekämpfung der Clan-Kriminalität“ mit über 41 Prozent. Dahinter folgen die Themen „Neue Mobilität“ (32 Prozent) und „Bildungschancen/Talentschulen“ (25 Prozent). Insgesamt sind Projekte und Vorschläge in 20 „Themenforen“ geplant.

Die Landesregierung will mit der Ruhr-Konferenz Deutschlands größten Ballungsraum voran bringen. Der Begriff „Ruhr-Konferenz“ bezeichnet dabei einen mehrjährigen Prozess, in dem die Regierung zusammen mit Kommunen, Hochschulen, Kultureinrichtungen, Verbänden, Gewerkschaften oder Glaubensgemeinschaften Ideen entwickeln und Projekte umsetzen will.

(dpa)
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