Aachen: Vier Jahre für „ungezielte” Messerstiche

Aachen: Vier Jahre für „ungezielte” Messerstiche

Vier Jahre Haft wegen gefährlicher Körperverletzung: Der 23-jährige Mann aus Aachen darf sich nicht beklagen, es hätte ein weit höheres Urteil vom Aachener Schwurgericht gefällt werden können.

So ging es juristisch eher glimpflich mit dem jungen Vater aus, der den neuen Freund seiner Ex niederstach.

Noch etwas berauscht von einer durchzechten Nacht war der Angeklagte am Mittag des 25. Mai letzten Jahres zur Wohnung der Mutter in Eilendorf gelaufen - er wollte unbedingt seinen vierjährigen Sohn sehen, gab er in seiner Aussage vor dem Schwurgericht an. Dann kam es zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung im Flur vor der Wohnung.

Der 23-Jährige wurde von dem neuen Freund der Mutter angegriffen, wie jener dem Gericht schilderte.

Doch statt sich mit der Faust zu wehren, zog er sofort sein Klappmesser und stach mehrfach zu. Die Kammer habe jedoch nicht feststellen können, hieß es am Montag im Urteil, dass die Stiche zielgerichtet gewesen seien - vier Jahre seien ausreichend.