Mayen/Köln: Verunglückter Testfahrer galt als sehr erfahren

Mayen/Köln: Verunglückter Testfahrer galt als sehr erfahren

Der in der Eifel tödlich verunglückte Toyota- Testfahrer hatte nach Unternehmensangaben jahrzehntelange Berufspraxis. „Er war unser erfahrenster Testfahrer, insgesamt hat er fast fünf Jahrzehnte für den Konzern gearbeitet”, sagte Karsten Rehmann, Sprecher der Marke Lexus, am Donnerstag in Köln.

Er sei ein „Sicherheitsfanatiker” gewesen. „Umso unerklärlicher ist es, wie es zu dem Unfall kommen konnte.”

Das Auto des 67-jährigen Japaners war am Mittwoch auf einer Landstraße bei Boos in der Nähe des Nürburgrings (Rheinland-Pfalz) frontal mit einen entgegenkommenden Wagen zusammengestoßen. Dabei war der 67-Jährige tödlich verletzt worden.

Der 33 Jahre alte Fahrer des zweiten Autos wurde nach Angaben der Polizei schwer verletzt, sein Beifahrer (34) lebensgefährlich. Auch der 33-Jährige ist Testfahrer, allerdings war er in einem Serienauto von BMW unterwegs. Auch am Donnerstag blieb die Unfallursache laut Polizei zunächst unklar. Zum Gesundheitszustand der beiden Verletzten machte sie keine Angaben.

Toyota teste - wie andere Unternehmen auch - regelmäßig Fahrzeuge auf dem Nürburgring. Der Unfall sei wohl auf dem Weg zwischen Werkstattzentrum und Nürburgring passiert. Bei dem verunglückten Wagen handele es sich um einen Prototypen der zum Toyota-Konzern gehörenden Marke Lexus, der sich noch in der Entwicklungsphase befinde. Das Fahrzeug werde in Japan entwickelt, deshalb würden auch die Testfahrten von dort aus gesteuert. Nähere Angaben zu dem Prototypen machte Rehmann nicht. Die Polizei schätzte den Wert auf 1,5 Millionen Euro.

Der 67-Jährige habe in Japan gelebt und sei immer für die Tests nach Deutschland gekommen. Als „Experte für Fahrzeugbeurteilung” habe der Testfahrer „als Vater aller in Großserie produzierten Toyota- Sportwagen” gegolten, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens.

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