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Drei Jahre Haft: Verteidiger geht gegen Raser-Urteil in Revision

Drei Jahre Haft : Verteidiger geht gegen Raser-Urteil in Revision

Der Verteidiger des in Mönchengladbach zu drei Jahren Haft verurteilten Rasers hat gegen das Urteil Revision eingelegt.

Das sagte ein Sprecher des Landgerichts am Mittwoch auf Anfrage. Das Gericht hatte den 29-Jährigen wegen fahrlässiger Tötung am Dienstag zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.

Das hält Verteidiger Gerd Meister für deutlich zu hart. Er hatte eine Bewährungsstrafe für seinen Mandanten gefordert. Nun wird sich demnächst der Bundesgerichtshof mit dem Fall beschäftigen müssen.

Der 29-Jährige war mit weit überhöhter Geschwindigkeit durch die Tempo-40-Zone in Mönchengladbach gerast. Bei einem Überholmanöver hatte er auf der Gegenfahrbahn mit Tempo 80 einen Fußgänger erfasst. Der 38-Jährige wurde fast 40 Meter weit durch die Luft katapultiert und starb noch am Unfallort.

Das Gericht war mit der Strafe über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinausgegangen. Deren ursprüngliche Anklage wegen Mordes hatte es aber im Vorfeld nicht zugelassen.

Gescheiterte Revision im Kölner Raser-Fall

Ein zu einer Haftstrafe verurteilter Kölner Raser ist währenddessen mit seiner Revision gescheitert. Der BGH verwarf sie als unbegründet, wie ein Sprecher des Kölner Landgerichts am Mittwoch mitteilte. Das Urteil sei damit rechtskräftig. Zunächst hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ darüber berichtet.

Das Kölner Landgericht hatte im März entschieden, dass der Mann und ein weiterer Angeklagter ins Gefängnis müssen. Sie hatten sich 2015 ein illegales Rennen geliefert, bei dem eine Radfahrerin getötet worden war. Zunächst waren die Männer zu Bewährungsstrafen von zwei Jahren sowie einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Der BGH hatte die Aussetzung zur Bewährung damals allerdings moniert und das Urteil zum Teil aufgehoben. Während der eine Angeklagte das Haft-Urteil akzeptierte, hatte der andere dagegen Revision eingelegt.

(dpa)