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Aachen/Heinsberg: Vermieter und Versandhaus abgezockt

Aachen/Heinsberg : Vermieter und Versandhaus abgezockt

Betrug auf der ganzen Linie hat eine 58 Jahre alte Frau aus Heinsberg auf die Anklagebank des Landgerichts Aachen gebracht.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, zwischen Oktober 1997 und Januar 2002 insgesamt 76 Mal bei einem Versandhaus Waren im Wert von insgesamt 40.000 Euro bestellt und nie bezahlt zu haben.

Mit ihrem Ehemann soll sie außerdem beim Hauskauf in Kreuzau „auf reich” gemacht und dem Verkäufer erklärt haben, man erwarte demnächst eine ansehnliche Erbschaft.

Bei der Zwangsräumung ein Jahr später muss das Objekt dann in einem desolaten Zustand gewesen sein: Die 22 Hunde des Paars sollen ihre Spuren hinterlassen haben. Die Renovierung jedenfalls hat den Verkäufer laut Anklageschrift 15.000 Euro gekostet.

Auch dem Besitzer einer Hofanlage in Herzogenrath soll das Paar die Miete (insgesamt 11.000 Euro) schuldig geblieben sein und hier beim Auszug ebenfalls ein „Schlachtfeld” hinterlassen haben.

Ein letztes Opfer soll das Paar schließlich in einem alten Mann gefunden haben. Im guten Glauben daran, dass er das Geld zurück erhalten werde, soll der 75-Jährige dem Paar mehrmals größere Beträge - alles in allem 20.000 Euro - geliehen haben. Der Senior soll deshalb sogar vorübergehend obdachlos gewesen sein.

Die Frau zeigte sich am Montag beim ersten Prozesstag geständig.