Stück des Kölner Wachsbildhauers Kaspar Bernhard Hardy: Verloren geglaubter historischer Schrank aus Köln wird versteigert

Stück des Kölner Wachsbildhauers Kaspar Bernhard Hardy : Verloren geglaubter historischer Schrank aus Köln wird versteigert

Einen historischen Schrank zum Preis eines Ein-Familien-Hauses bietet das Londoner Auktionshaus Christie's. Der Käufer erwirbt mit Detailgenauigkeit gearbeitete Kunst des 18. Jahrhunderts - und ein seltenes Stück aus Köln.

Ein seltener Schrank, der ein Stück Kölner Stadtgeschichte abbildet, kommt am Donnerstag beim Londoner Auktionshaus Christie's unter den Hammer. Der neoklassizistische Sekretär des Kölner Wachsbildhauers Kaspar Bernhard Hardy aus dem Jahr 1795 hat nach Angaben von Christie's einen Schätzwert von 170.000 bis 280.000 Euro und galt bis vor kurzem als im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Hinter den Flügeltüren des „Neelischen Schranks“ sind in einer Art Kuriositätenkabinett 48 Wachsreliefs verborgen, die typische Figuren des späten 18. Jahrhunderts wie die „mitfühlende Mutter“ oder den „sparsamen Bauern“ darstellen.

Der Priester Hardy (1726 bis 1819) galt als bedeutender Wachsbossierer und Maler. Sein wichtigster Förderer war einer seiner Schüler - der Kölner Kunstsammler Franz Ferdinand Wallraf (1748-1824), auf dessen Nachlass das Wallraf-Richartz-Museum zurückgeht.

Der Sekretär stammt nach Angaben einer Christie's-Sprecherin aus einer umfangreichen Privatsammlung, die unter dem Titel „An Adventurous Spirit“ für einen wohltätigen Zweck versteigert wird.

(dpa)
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