Hambacher Forst: Verfahren gegen Aktivisten eingestellt

Hambacher Forst: Verfahren gegen Aktivisten eingestellt

Das Amtsgericht Kerpen hat ein Verfahren gegen einen Aktivisten im Zusammenhang mit den Baumhaus-Räumungen im Hambacher Forst gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt.

Der 23-Jährige war wegen eines tätlichen Angriffs auf einen Polizisten und wegen versuchter Körperverletzung angeklagt. Als Beamte ihn im September von einem Baum herunterholen wollten, soll er sich mit einem Fausthieb gegen den Helm eines Polizisten gewehrt haben. Als ein Beamter ihn am Fuß packen wollte, trat er laut Anklage nach dessen Hand.

Ein Video von dem Polizeieinsatz habe nicht ganz zur Klärung der Situation beigetragen, sagte der Direktor des Amtsgerichts Kerpen, Joachim Rau, am Donnerstag. Man habe darauf nicht erkennen können, was im einzelnen passiert sei. „Aber das war alles wirklich nicht so dramatisch“, sagte Rau. Der 23-Jährige müsse 100 Euro für einen gemeinnützigen Zweck zahlen. Weil sich der Angeklagte zunächst geweigert hatte, seine Personalien anzugeben, hatte er 40 Tage in Untersuchungshaft gesessen.

Es ist das erste Verfahren in Kerpen im Zusammenhang mit den wochenlangen Räumungen im September. Ein Teil des Hambacher Waldes liegt aber auch in der Zuständigkeit des Amtsgerichts Düren. Dort konnte man zunächst nicht sagen, ob es schon entsprechende Verfahren gegeben hat.

(dpa)
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