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Fahrgastverband: Verbesserungen frühestens in drei Jahren spürbar

Fahrgastverband : Verbesserungen frühestens in drei Jahren spürbar

Wenn keiner den Zug steuert, kann der auch nicht fahren: Der Mangel an Nachwuchs-Lokführern bereit den Bahnunternehmen große Sorgen - und lässt sie ungewöhnliche Kooperationen eingehen.

Das Verkehrsministerium will eine erste Bilanz seiner Initiative gegen Lokführermangel vorstellen - und der Fahrgastverband Pro Bahn NRW warnt vor überzogenen Erwartungen. „Dass man als Fahrgast wirklich merkt, dass sich die Lage entspannt und Zugausfälle weniger werden, dürfte erst in rund drei Jahren der Fall sein“, sagte ein Sprecher des Verbandes der Deutschen Presse-Agentur. „Die Leute müssen erst einmal ausgebildet werden.“ Außerdem verhindere eine Quote von Auszubildenden, die durch Prüfungen falle, dass zügig neues Personal zur Verfügung stehe.

Um den Fachkräftemangel und Probleme mit Zugausfällen oder Ersatzverkehr besser in den Griff zu bekommen, haben sich im vergangenen Jahr unter Federführung des Landes NRW zehn Bahnunternehmen zusammengeschlossen. Im Programm „Fokus Bahn“ wollten sie gemeinsam Strategien zur Rekrutierung und Ausbildung entwickeln. Am Mittwoch (11.00 Uhr) soll Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) dazu eine erste Bilanz ziehen.

In NRW werden nach Angaben von „Fokus Bahn NRW“ bereits in den kommenden zwei Jahren rund 500 Lokführer fehlen. Viele Lokführer gingen in den Ruhestand, immer mehr Züge auf der Schiene und Betreiberwechsel verschärften den Personalmangel noch.

(dpa)