Aachen: Unfall Trierer Straße: Tiefe Betroffenheit

Aachen: Unfall Trierer Straße: Tiefe Betroffenheit

Brennende Kerzen stehen am Straßenrand, Blumen werden abgelegt. Und hinter der Leitplanke versammeln sich an diesem Wochenende immer wieder Menschen, entsetzt und tief betroffen.

Manche liegen sich weinend in den Armen. Hier, hinter dem Ortsausgang von Aachen-Brand, starben am frühen Samstagmorgen bei einem schrecklichen Verkehrsunfall fünf Menschen.

Kurz vor 1.30 Uhr stießen auf der Trierer Straße (L 233) zwei Pkw frontal zusammen. Nach Polizeiangaben verlor ein 24-Jähriger Autofahrer „vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit” die Gewalt über sein Fahrzeug, geriet auf die Gegenfahrbahn und prallte gegen einen Wagen, der in Richtung Aachen unterwegs war.

Ein 47-jähriger Mann und eine 45-jährige Frau in diesem Auto waren sofort tot. Eine 32-jährige Mitfahrerin wurde schwer verletzt. Im anderen Auto starben neben dem 24-jährigen Fahrer ein 19-Jähriger und eine 22-jährige Frau. Eine 20-jährige Mitfahrerin überlebte mit schweren Verletzungen.

Schwierige Bergung

Den Rettern, die mit einem Großaufgebot über Stunden im Einsatz waren, bot sich ein schreckliches Bild. Durch die Wucht des Aufpralls war einer der Wagen regelrecht auseinandergerissen worden, Trümmer lagen weit verstreut. Sechs Notärzte waren im Einsatz. Die Bergung der Toten und Verletzten gestaltete sich sehr schwierig. Alle stammten laut Polizei aus dem Raum Aachen. Auch die Helfer brauchten in dieser Nacht Hilfe. Zur Betreuung der Einsatzkräfte und der Zeugen waren nach Angaben der Feuerwehr auch vier Notfallseelsorger im Einsatz.

Zur Ermittlung der Unfallursache zog die Polizei noch in der Nacht einen Sachverständigen hinzu. Die Trierer Straße konnte in dem Bereich erst am Samstagmittag wieder für den Verkehr freigegeben werden.

In Aachen und weit darüber hinaus löste der Unfall große Betroffenheit aus. Besonders am Samstagabend kamen so viele trauernde Menschen zur Unfallstelle, dass die Polizei dort zeitweise den Verkehr regeln musste.

Später wurde in dem Bereich eine Tempo-30-Zone eingerichtet. Zum Zustand der beiden Schwerverletzten konnte die Polizei am Sonntag keine weiteren Angaben machen.

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