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Köln: Umweltzone hat Kölner Luft verbessert

Köln : Umweltzone hat Kölner Luft verbessert

Die vor anderthalb Jahren in Köln gestartete Umweltzone hat die Luftqualität in der Domstadt verbessert. Erste Auswertungen zeigten, dass der Schadstoff-Ausstoß gesunken sei, sagte Nordrhein-Westfalens Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) am Freitag in einer Zwischenbilanz.

Das bedeute einen Gewinn an Lebensqualität für die Kölner. Allerdings werde der ab 2010 EU-weit gültige Grenzwert für Stickstoffdioxid an mehreren Verkehrs- Schwerpunkten in der Innenstadt weiter überschritten. Auch der Feinstaub-Grenzwert werde noch nicht überall eingehalten.

Um Luftverpester aus der Innenstadt zu verbannen, hatte Köln zum 1. Januar 2008 eine Zone eingerichtet, in die Autofahrer nur mit einer grünen, gelben oder roten Umweltplakette einfahren dürfen.

Wer dort ohne Plakette - die Farbe richtet sich nach der Höhe des Schadstoffausstoßes - unterwegs ist, zahlt 40 Euro Bußgeld und erhält einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei.

Viele NRW-Städte wie Duisburg, Oberhausen, Essen, Bottrop, Düsseldorf oder Wuppertal sind dem Kölner Vorbild gefolgt. Inzwischen haben deutschlandweit mehr als 30 Städte Umweltzonen eingerichtet. Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter oder Benziner ohne geregelten Katalysator dürfen hier nicht mehr einfahren.

Messungen des Essener Landesamtes für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) in Köln zeigten seit Zonen-Einführung sinkende Emissionen von Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub.

In anderen Städten stieg die NO2-Belastung dagegen weiter an, sagte Uhlenberg. „Ich erwarte, dass die Erneuerung der Fahrzeugflotte, die durch die Abwrackprämie nochmals beschleunigt wird, die Luftqualität weiter verbessert.”