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Übersicht der Unfallstatistik für Aachen, Düren, Heinsberg

Übersicht der Zahlen : So sieht die Unfallstatistik für die Region im Jahr 2021 aus

Noch nie seit Erfassung der Unfallzahlen vor fast 70 Jahren gab es in NRW weniger Tote im Straßenverkehr als 2021. Wie sieht die Entwicklung in der Städteregion Aachen und den Kreisen Düren und Heinsberg aus? Ein Überblick.

Städteregion Aachen

In der Städteregion Aachen ist wie im Land NRW eine leichte Zunahme der Unfälle im Jahr 2021 zu verzeichnen. Die Anzahl polizeilich bekannt gewordener Verkehrsunfälle stieg von 18.043 auf 18.360 um 1,32 Prozent. Die Aachener Polizei erklärt, dass diese Entwicklung auch mit dem leicht erhöhten Mobilitätsaufkommen nach dem Corona-Jahr 2020 zusammenhängt. Auf den Straßen der Städteregion kamen im vergangenen Jahr bei neun Unfällen zehn Menschen ums Leben. Im Bereich der Unfälle mit Schwerverletzten ist ein Anstieg von 6 Prozent zu verzeichnen Die Zahl der Unfälle mit Leichtverletzten stagnierte auf dem Vorjahrsniveau.

Aachen

Die Zahl der Verkehrstoten ist in der Stadt Aachen von 2020 auf 2021 deutlich gestiegen. Vier Menschen kamen im vergangenen Jahr bei Unfällen ums Leben. Auch eine statistische Besonderheit sind die gestiegenen Unfälle mit Pedelecs/E-Bikes. Raserei, Drogen- oder Alkoholkonsum oder die sogenannten „Ablenkungsunfälle“ waren 2021 leicht rückläufig.

Alle Informationen zur Unfallstatistik für die Stadt Aachen finden Sie im Artikel:

Monschau, Roetgen und Simmerath

Die weitgehend geringfügigen Bewegungen bei den Unfallzahlen in der Städteregion Aachen spiegelten sich auch in den Werten der Nordeifelkommunen wider. Das Niveau ist auf einem konstant niedrigem Niveau. Der einzige Verkehrsunfall mit Todesfolge 2021 im gesamten Bereich der Nordeifel ereignete auf dem Gebiet der Stadt Monschau. Dort hat ein Motorradfahrer am 28. August 2021 tödliche Verletzungen erlitten.

Alle Informationen zur Unfallstatistik für die Nordeifel finden Sie im Artikel:

Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath und Würselen

Für die Städte im Nordkreis ergibt sich im Jahr 2021 ein heterogenes Bild. Die Zahl der verunglückten Senioren ist teils merklich gestiegen, nur in Baesweiler sank sie. Zwei Unfälle endeten im vergangenen Jahr im Nordkreis tödlich: Im September starben eine 21-jährige Mutter und ihr Neugeborenes an der Bushaltestelle Kaiseruh. Nur eine Woche später wurde ein 71-jähriger Fußgänger von einem Auto erfasst und starb.

Alle Informationen zur Unfallstatistik für den Nordkreis finden Sie im Artikel:

Eschweiler und Stolberg

Die Zahl der Verkehrsunfälle hat in Eschweiler und Stolberg zugenommen. Konnte die Indestadt 2020 noch einen Rückgang in fast allen Bereichen verzeichnen, hat sich dieser Trend im vergangenen Jahr nicht fortgesetzt. In Stolberg stieg die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden um 4,1 Prozent an. Damit befindet sich die Zahl wieder auf dem Niveau von 2019. Außerdem gab es in Stolberg im Jahr 2021 zwei tödliche Unfälle.

Alle Informationen zur Unfallstatistik für Eschweiler und Stolberg finden Sie im Artikel:

Kreis Düren

So sicher war es auf den Straßen im Kreis Düren seit dem Jahr 2008 nicht mehr. Zum Beispiel verzeichnete die Kreispolizei im vergangenen Jahr keinen einzigen Schulwegunfall mehr, 2020 war es nur ein einziger. Als besonders positive Entwicklung ist der Rückgang bei den Unfällen mit Getöteten und Schwerverletzten hervorzuheben. Negativ ist hingegen die Steigerung der Zahlen der Unfallfluchten.

Alle Informationen zur Unfallstatistik für den Kreis Düren finden Sie im Artikel:

Kreis Heinsberg

Elf Menschen sind im Kreis Heinsberg im Jahr 2021 bei Verkehrsunfällen gestorben. Das sind mehr als doppelt so viele wie 2020. Insgesamt zieht die Kreispolizeibehörde aber ein positives Fazit für das Jahr 2021: Auch wenn die Gesamtzahl aller Unfälle gestiegen ist, so gab es weniger Verkehrsunfälle mit Verletzten – selbst im Vergleich zum eher verkehrsberuhigten 2020. Auch die Zahl der Fahrradunfälle ist im Kreis Heinsberg im Jahr 2021 gesunken.

Alle Informationen zur Unfallstatistik für den Kreis Heinsberg finden Sie in den Artikeln:

Nordrhein-Westfalen

Trotz einer Zunahme der Unfälle ist die Zahl der Verkehrstoten in Nordrhein-Westfalen auf ein neues Rekordtief gesunken. 425 Menschen starben 2021 durch Verkehrsunfälle, im Jahr zuvor waren es noch 430 (-1,2 Prozent). Damit starben so wenig Menschen wie noch nie seit Beginn der Erfassung 1953 auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen

Die Zahl der Schwerverletzten sank ebenfalls um 2,2 Prozent auf 11.870, die der Leichtverletzten stieg dagegen um 0,8 Prozent auf 55.030 an. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle stieg im Vergleichszeitraum um 4,3 Prozent auf 580.900.

Besonders negativ fiel die Bilanz bei den E-Scootern aus: Die Zahl der E-Scooter-Unfälle hat sich auf 1100 fast verdreifacht (+183,8 Prozent). Ein Negativtrend setzte sich bei den E-Bikes, den sogenannten Pedelecs, fort. 32 Menschen starben bei Unfällen mit E-Bikes, zwei mehr als im Vorjahr. Davon waren 24 der 32 Unfalltoten über 65 Jahre alt. Die Zahl der Verunglückten stieg sogar um 22 Prozent auf fast 4800.

Die Zahl der getöteten Rad- und Motorradfahrer sank dagegen jeweils leicht. Die der getöteten Fußgänger nahm um fünf Todesopfer oder fast sieben Prozent auf 78 zu.

Alle Informationen zur Unfallstatistik für NRW finden Sie im Artikel:

(jas/dpa)