Trauer um die Opfer vom Busunglück von Madeira in NRW

Herkunft aller Opfer noch ungeklärt : NRW trauert um Opfer des Busunglücks von Madeira

Unter den Opfern des Busunglücks auf Madeira könnten auch Menschen aus NRW sein. Noch ist offiziell nichts bestätigt, doch Ministerpräsident Laschet rechnet mit dem Schlimmsten.

Nordrhein-Westfalen trauert mit den Angehörigen der Toten des Busunglücks in Portugal. „Die Menschen in Nordrhein-Westfalen sind erschüttert über das Unglück auf Madeira. Wir fühlen mit den Trauernden. Unsere Gedanken sind bei den Überlebenden“, heißt es in einer Mitteilung, die Landtagspräsident André Kuper Karfreitag verbreiten ließ.

Bei dem Busunfall auf der portugiesischen Urlaubsinsel waren am Mittwochabend 29 Menschen gestorben. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin sind wahrscheinlich 27 der 29 Toten deutsche Staatsangehörige.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte bereits am Donnerstag mitgeteilt: „Wir müssen davon ausgehen, dass bei diesem schweren Unglück auch Menschen aus Nordrhein-Westfalen zu Schaden gekommen sind.“ Nach Angaben der Polizei standen Reisende aus dem Rhein-Erft-Kreis bei Köln auf einer Liste des Busunternehmens. „Ob sie sich tatsächlich in diesem Bus befunden haben, dazu haben wir noch keine Erkenntnisse“, sagte eine Polizeisprecherin.

Der Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Michael Kreuzberg, sagte dem WDR: „Wir können leider noch nicht viel sagen. Das Auswärtige Amt hat die Führung übernommen. Wir werden von Informationen noch etwas ferngehalten.“

An Bord des Unglücksbusses waren zwei Gäste des Veranstalters Schauinsland-Reisen mit Sitz in Duisburg. Angaben, woher die Touristen kamen, machte der Reiseveranstalter nicht. Die Tour sei von einem anderen Reiseunternehmen angeboten und der Bus bei einem örtlichen Anbieter gechartert worden. Unklar blieb zunächst auch, ob die beiden Gäste zu den Todesopfern oder Verletzten gehören.

Laschet sagte: „Unser besonderes Mitgefühl gilt all denen, in deren Familien oder Freundeskreis Opfer zu beklagen sind, oder die noch in Sorge um verletzte Angehörige sind. Sie können sicher sein: Unsere Gedanken und Gebete sind in diesen schweren Stunden bei ihnen, die Menschen in Nordrhein-Westfalen stehen an ihrer Seite.“

(dpa)
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