Aachen: Trauer um den Aachener Journalisten Wolfgang Trees

Aachen: Trauer um den Aachener Journalisten Wolfgang Trees

Es ist nur wenige Tage her, dass Wolfgang Trees von der Zukunft sprach. Sein Buch „Gute, alte Soers” erscheint bald. Die traditionelle Auszeichnung „Ente” des Bezirksvereins der Aachener Presse, deren Vorsitzender er lange Zeit war, sollte er in diesem Jahr selber erhalten.

Jetzt starb der Vollblutjournalist einen plötzlichen Herztod, er wurde nur 66 Jahre alt, hinterlässt Ehefrau Elske und zwei erwachsene Söhne.

Mit Wolfgang Trees, Träger des königlichen Ordens „Oranje Nassau” und des Rheinlandtalers, verliert die Region einen eingefleischten Euregionalen, einen frühen publizistischen und kulturellen Brückenbauer zu den Niederlanden und Belgien, als das Dreiländereck noch von Grenzen und Abgrenzung geprägt war.

Trees, bis 1982 bei der damaligen „Aachener Volkszeitung” Chefreporter, machte sich insbesondere einen Namen mit seinen 27 Büchern. Werke wie „Die Amis sind da”, das jüngst in 15. Auflage erschienene „Hölle im Hürtgenwald” oder das Schmuggelbuch „Kaffee, Krähenfüße und Kontrollen” legen die Dramatik der Kriegs- und Nachkriegsjahre in der Region offen.

Sein mit der Ehefrau betriebener Triangel-Verlag verkaufte insgesamt rund 200.000 Exemplare. Es war der Wunsch des Verstorbenen, in aller Stille beigesetzt zu werden.

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