Lüttich: Tote Mädchen: Verdächtiger frei, weil Haftbefehl zu spät kam

Lüttich : Tote Mädchen: Verdächtiger frei, weil Haftbefehl zu spät kam

Ein 40-jähriger Mann aus Lüttich, der verdächtigt wird, seine beiden Töchter (8 und 11 Jahre alt) am 30. Dezember mit einer Rasierklinge getötet und dann sein Haus in Brand gesteckt zu haben, ist wieder auf freiem Fuß. Der Grund: Der Haftbefehl wurde ihm eine Dreiviertelstunde zu spät ausgehändigt.

Das berichtet die ostbelgische Zeitung Grenzecho auf ihrer Webseite. Der Vater, der sich damals auch selbst töten wollte, war nach dem Vorfall am letzten Dezembertag lebensgefährlich verletzt in ein Lütticher Krankenhaus gebracht worden. Dort war er erst im Verlauf des 1. Januar wieder ansprechbar.

So kam es, dass ihm der Haftbefehl 45 Minuten nach Ablauf der gesetzlichen Frist von 24 Stunden ausgehändigt wurde - weswegen der Haftbefehl jetzt als unzulässig erklärt wurde. Der 40-Jährige bleibe deshalb bis zu einem eventuellen Prozess gegen ihn auf freiem Fuß, berichtet das Grenzecho.

Am 30. Dezember 2016 soll der Vater seine Töchter mit einer Rasierklinge umgebracht haben. Anschließend habe er das Haus in Brand gesetzt und wollte sich selbst umbringen. Die Feuerwehr fand bei den Löscharbeiten sowohl die toten Mädchen, als auch den lebensgefährlich verletzten Mann.

(red)
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