Bergheim: Tote im Schwimmbad: Stromschlag nicht die Todesursache

Bergheim: Tote im Schwimmbad: Stromschlag nicht die Todesursache

Gut eine Woche nach dem Tod von zwei Kindern und einem jungen Mann in einem Bergheimer Schwimmbad gehen die Ermittler nicht mehr von einem Stromschlag als Todesursache aus.

Das sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Mittwoch gegenüber unserer Zeitung. Die Hintergründe seien aber weiterhin unklar. „Sicher ist, dass die drei Menschen in dem Becken ertrunken sind“, es gebe aber weder Hinweise auf ein Fremdverschulden noch auf einen Stromschlag. „Wir ermitteln derzeit in alle Richtungen und arbeiten nach dem Ausschlussverfahren“, sagte Bremer.

Die Staatsanwaltschaft wird jetzt untersuchen lassen, ob sich Alkohol, Drogen oder andere Sub­stanzen in den Körpern der Toten befunden haben. Das Wasser aus dem Pool und die Strömung werden ebenfalls untersucht.

Die drei Leichen waren am Dienstag vergangener Woche im Schwimmbecken einer privaten Schwimmhalle in einem Wohnpark entdeckt worden. An der Stelle hat das Becken eine Tiefe von 2,45 Meter.

Nach Aussage von Staatsanwalt Bremer beschäftigten sich die Ermittler nun vor allem mit der Auffindesituation der Toten. „Unsere Überlegungen gehen jetzt dahin herauszufinden, ob die Verstorbenen überhaupt gute Schwimmer waren“, sagte Bremer.

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