Aachen/Düren: Tote auf der Parkbank: Neun Jahre gefordert

Aachen/Düren: Tote auf der Parkbank: Neun Jahre gefordert

Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer obdachlosen Frau aus dem Nord-Dürener Drogenmilieu hat die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Aachen neun Jahre Haft für den Angeklagten gefordert.

Der 49-Jährige habe die Frau erwürgt und sich eines Totschlags schuldig gemacht. Er habe sich von der 30-Jährigen erpresst gefühlt und seine neue Beziehung gefährdet gesehen, sagte Staatsanwalt Peter Jansen über das Motiv.

Die Frau war hochgradig drogenabhängig und prostituierte sich, um an Geld zu kommen. Vermutlich habe es früher eine sexuelle Beziehung zwischen dem mutmaßlichen Täter und seinem Opfer gegeben.

Die Leiche war am 7. Dezember 2010 von einem Gartenbauarbeiter auf einer Parkpark liegend gefunden worden. Sie wies mehrere Stichverletzungen auf, die aber nicht tödlich waren. Der Angeklagte gab an, ein Unbekannter habe dem Opfer die Stichwunden zugefügt. Laut Staatsanwaltschaft ist dies nicht zu widerlegen.

Der Prozess wird am kommenden Montag mit dem Plädoyer der Verteidigung fortgesetzt.

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