Aachen/Würselen: Tonnenweise illegalen Wasserpfeifentabak bei Durchsuchung entdeckt

Aachen/Würselen : Tonnenweise illegalen Wasserpfeifentabak bei Durchsuchung entdeckt

Einen großen Fund machte das Hauptzollamt Aachen in verschiedenen Wohnungen und Kellern und einem Transporter: Mehr als drei Tonnen illegalen Wasserpfeifentabak stellten die Beamten sicher. Die erste Ladung fanden sie bereits am 31. Januar in besagtem Keller in Würselen und dem Transporter, wie das Hauptzollamt jetzt mitteilte.

Am 10. April wurden nach Ermittlungen weitere 160 Kilogramm unversteuerter Wasserpfeifentabak bei drei Durchsuchungen in Aachen und Würselen sichergestellt. Begonnen hatte alles mit einem Hinweis von einem Anwohner: In der Nacht zum 31. Januar hatte der die Beamten darauf hingewiesen, dass vor einem Keller in Würselen aus einem Transporter ohne Nummernschild verdächtige Dinge ausgeladen würden. Beim Eintreffen der Polizeistreife flohen drei Personen von dem Lieferwagen, wie ein Sprecher des Zollamtes am Donnertag mitteilte.

Mehr als drei Tonnen illegalen Tabak haben die Beamten des Hauptzollamtes Aachen sichergestellt. Foto: Hauptzollamt Aachen

Da der Leihtransporter voller Kartons mit Wasserpfeifentabak war, informierte die Streifenwagenbesatzung die Kollegen vom Zoll. Der 23-jährige Mieter des Leihfahrzeugs wurde ermittelt. Die Fahnder übernahmen den Fall vor Ort — und stellten 1,3 Tonnen unversteuerten und unverzollten Wasserpfeifentabak aus dem Transporter sicher. Danach, so teilte der Zoll weiter mit, durchsuchten sie den Keller, vor dem das Fahrzeug stand und wurden ein weiteres Mal fündig: Stolze 1,6 Tonnen Tabak räumten sie aus dem Raum.

Die Zollfahnder durchsuchten mit Beschluss des Amtsgerichts Aachen dann den Shisha-Shop, einen Lagerraum und die Wohnung des verdächtigen Aacheners, in dessen Keller der unversteuerte Tabak augenscheinlich portionsweise abgepackt wurde. Insgesamt stellen die Zöllner etwas mehr als drei Tonnen unversteuerten und unverzollten Wasserpfeifentabak sicher.

Kein unbeschriebenes Blatt

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Aachen ermittelten die Fahnder den mutmaßlichen Drahtzieher und Mieter des Kellerlagers in Würselen und leiteten gegen ihn ein Strafverfahren wegen Verdachtes der gewerblichen Steuerhehlerei ein. Der 37-Jährige ist kein unbeschriebenes Blatt: Bereits 2017 wurde er mit erheblichen Mengen an unversteuertem Wasserpfeifentabak erwischt. Zudem ist er einschlägig vorbestraft.

Am 10. April durchsuchten die Zöllner dann mit Beschluss des Amtsgerichtes Aachen die Wohnung und Firma des Verdächtigen in Aachen sowie die Wohnung eines weiteren verdächtigen 22-Jährigen in Würselen, und stellten erneut insgesamt rund 160 Kilogramm unverzollten und unversteuerten Wasserpfeifentabak sicher. Darüber hinaus wurden noch Aufzeichnungen und geringe Mengen an unversteuerten und unverzollten Zigaretten gefunden.

Die Beweismittel müssen nun ausgewertet werden. Der Gesamtsteuerschaden für die insgesamt 3,23 Tonnen Wasserpfeifentabak beläuft sich auf rund 130.000 Euro Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und Tabaksteuer, wie die Beamten mitteilten.

(red)