Düren: Tod des Irakers gibt Ermittlern Rätsel auf

Düren: Tod des Irakers gibt Ermittlern Rätsel auf

Der Tod eines 41-jährigen Irakers, der mindestens zwei Wochen erstochen in seiner Wohnung an der Euskirchener Straße gelegen hat, gibt den Ermittlern Rätsel auf. „Wir haben keine heiße Spur”, sagte Oberstaatsanwalt Robert Deller der DZ. Erst der Verwesungsgeruch, der aus der Wohnung des 41-Jährigen drang, sorgte am Montagabend dafür, dass das Verbrechen entdeckt wurde.

Der Mann war durch Messerstiche ums Leben gekommen. Viel mehr wissen die Ermittler bislang nicht.

Anfang des neuen Jahrtausends sei der Iraker nach Deutschland gekommen und habe erfolgreich Asyl beantragt, teilte Deller mit. Gelebt habe er von Sozialleistungen. In der Wohnung an der Euskirchener Straße war er alleine gemeldet. Und er lebte offenbar sehr zurückgezogen. Dies erkläre die Tatsache, dass ihn wochenlang niemand vermisst hatte. Es gebe auch keine Anhaltspunkte dafür, dass der Iraker sich in einem Milieu aufhielt, das mit besonderen Gefahren verbunden ist, sagte der Oberstaatsanwalt.

Um so wichtiger sei für die Ermittler, dass jemand, der in den vergangenen Wochen verdächtige Beobachtungen rund um das Haus Nr. 18 an der Euskirchener Straße gemacht hat, sich sofort bei der Polizei in Düren (02421/949-2425) meldet. Jede beobachtete Auffälligkeit, insbesondere Hinweise auf eine lautstarke Auseinandersetzung könnten für die Ermittlungen von besonderer Bedeutung sein.

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