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Aachen/Jülich: Tochter ermordet: Polizistin muss auf Dauer in geschlossene Anstalt

Aachen/Jülich : Tochter ermordet: Polizistin muss auf Dauer in geschlossene Anstalt

Ein halbes Jahr nach dem gewaltsamen Tod eines zwei Jahre alten Mädchens in Jülich hat das Aachener Landgericht am Mittwoch deren 34-jährige Mutter auf Dauer in eine geschlossene Anstalt eingewiesen.

Die Polizistin hatte im Prozess gestanden, ihr Kind getötet zu haben. Sie hatte in dem kleinen Mädchen angeblich die „leibhaftige Verkörperung des Teufels” gesehen und das Kind daraufhin erwürgt.

Nach eigenen Angaben will die Frau unmittelbar vor der Tat „die Stimme Gottes” gehört haben, der ihr die Ermordung der Tochter befohlen habe. Laut Urteil hatte sich die Angeklagte auch auf Betreiben ihrer Mutter schon seit ihrer Jugend mit Geistern, Hexen und Übersinnlichem beschäftigt.

Dieser Hang zur schwarzen Magie hatte die 34-Jährige im November letzten Jahres in den Wahnsinn getrieben. „Sie muss nun dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus bleiben, weil die Gefahr besteht, dass sie auch zukünftig ähnliche Taten begehen könnte”, sagte in der Richter in seiner Urteilsbegründung.