Titz: Titzer Geldautomat gesprengt, doch Tresor hält stand

Titz: Titzer Geldautomat gesprengt, doch Tresor hält stand

Einen Schreck im Morgengrauen haben am Mittwoch die Anwohner der Linnicher Straße in Titz erlebt, wo ein Tätertrio nach Angaben der Polizei gegen 3.20 Uhr den Geldautomaten der dortigen Filiale der Sparkasse Düren gesprengt hat.

Die Unbekannten flüchteten jedoch ohne Beute, da der im Automaten befindliche Tresor dem rabiaten Öffnungsversuch widerstanden hatte.

„Es ist bei dem Versuch geblieben, und zum Glück hat es auch keinen Personenschaden gegeben“, sagte Dirk Hürtgen, Pressesprecher der Sparkasse Düren, am Mittwoch auf Nachfrage unserer Zeitung. Nach Angaben Hürtgens ist es der zweite Versuch, den Geldautomaten in Titz mit der Hilfe eines Sprengsatzes zu knacken. Zuletzt war das am 29. Januar 2007 versucht worden, als die nächtliche Explosion den gesamten Eingangsbereich der Filiale zerstörte. Seinerzeit erbeutete die Bande einen Geldbetrag in unbekannter Höhe.

Flucht mit einem Audi

Wie damals flüchteten auch jetzt die Täter mit einem Fahrzeug der Marke Audi Richtung Jülich und Autobahn 44. Der Fluchtwagen mit gestohlenem DN-Kennzeichen ist offenbar noch im Verlauf des Vormittags an der Anschlussstelle zur A52 in Elmpt angezündet und zurückgelassen worden. Die Pressestelle der Polizei in Düren bestätigte diesen Fund und ergänzte, dass nun geprüft werde, ob es sich tatsächlich um das Fahrzeug handelt, das die Täter in Titz für ihre Flucht verwendet haben.

Wie weiter zu erfahren war, hat inzwischen auch das Landeskriminalamt in Düsseldorf Ermittlungen aufgenommen. Bereits in Titz, wo Trümmerteile des Geldautomaten bis auf die Straße geflogen waren, hat die Polizei zahlreiche Spuren gesichert, deren Auswertung noch nicht abgeschlossen ist.

Auch wenn kein Geld gestohlen wurde, ist der Schaden doch beträchtlich: Der Ersatz für den zerstörten Geldautomaten kostet einen fünfstelligen Eurobetrag.