Hacker fürchten Sicherheitslücke im Akw Tihange

Hacker klagt an : Sicherheitslücke im Atomkraftwerk Tihange?

Neue Vorwürfe gegen den Betreiber des belgischen Kernkraftwerk-Betreibers Engie-Electrabel: Ein Hacker hat gegenüber belgischen Medien berichtet, er habe eine Sicherheitslücke im Atomkraftwerk Tihange entdeckt.

Das Atomkraftwerk Tihange sei demnach anfällig für Computer-Viren und Cyber-Attacken. Diese Befürchtung jedenfalls äußerte der Mann, der seine Identität nicht preisgab, gegenüber dem belgischen Sender RTL Info.

Mitarbeiter haben dem Bericht zufolge an ihren Arbeitsplätzen zugriff auf Messengerdienste, die privat genutzt würden. Dem Hacker zufolge stelle das ein Sicherheitsrisiko dar. Der Informant gab gegenüber RTL Info an, dass er Experte für Soziale Netzwerke sei. Er habe sich in den Messenger eines Engie-Mitarbeiters, der in dem AKW Tihange Kontrolleur ist, reinhacken können. Der Mitarbeiter habe Hunderte Texte, Fotos und Videos verschickt und erhalten; jede Nachricht sei eine Schwachstelle. Er fürchtet Datendiebstähle oder, dass die Computer bei Engie von Viren befallen werden könnten. In dem Bericht entwirft er ein Horrorszenario, nach dem Hacker in den Betrieb des Atomkraftwerks eingreifen könnten.

Der Tihange-Betreiber bestreitet die Vorwürfe des Hackers. Auf den betroffenen Servern würden sich keine sensiblen Daten befinden, erklärte Anne-Sophie Hugé, Sprecherin von Engie-Electrabel. Über dieses System könne man nicht in den Betrieb des Kernkraftwerks eingreifen. Auch bestehe keine Verbindung zwischen den Netzen. Die Sicherheit werde ununterbrochen evaluiert und verbessert. Das sei bei Engie-Electrabel wie bei allen anderen Firmen auch der Fall.

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