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Laufzeitverlängerung der AKW: Der belgische Staat betreibt Tihange 3 bald selbst

Laufzeitverlängerung der AKW : Der belgische Staat betreibt Tihange 3 bald selbst

Der belgische Staat und der AKW-Betreiber Engie einigen sich über die Laufzeitverlängerung von Tihange 3 und Doel 4. Der Staat steigt als Partner ein.

Der belgische Staat und der französische Energiekonzern haben sich über die Laufzeitverlängerung der beiden jüngsten belgischen Meiler Tihange 3 und Doel 4 geeinigt. Belgien steigt als Partner mit Engie in eine neu zu gründende Betreibergesellschaft ein, wie der belgische Premierminister Alexander De Croo am Montagabend bei einer Pressekonferenz bekanntgab.

Dass die beiden jüngsten Meiler auch über das Jahr 2025 hinaus am Netz bleiben sollen, hatte die belgische Regierung im März vergangenen Jahres beschlossen. Hintergrund ist die Energiekrise aufgrund des Ukraine-Krieges. Da Betreiber Engie aber kein (wirtschaftliches) Interesse daran hatte, die beiden Meiler länger am Netz zu halten, zogen sich die Verhandlungen bis Montag.

Jetzt steht fest, dass Engie und der belgische Staat eine neue Betreibergesellschaft gründen werden, in der beide Parteien gleichwertige Partner sein werden. Kosten und Risiken werden also geteilt. Viele Details müssen allerdings noch geregelt werden, wie De Croo betonte. Unter anderem die Fragen über den Rückbau der Meiler. Doch mit dem Vertrag könnten nun die erforderlichen Schritte zur Laufzeitverlängerung eingeleitet werden. Unter anderem müssen Arbeiten an den beiden Meilern stattfinden, damit sie länger am Netz bleiben können. „Schon morgen können wir beginnen.“

Für die Arbeiten müssen die Meiler vorübergehend vom Netz genommen werden. Ab Winter 2026 sollen sie aber wieder Strom produzieren. Der belgische Premierminister betonte die Wichtigkeit der getroffenen Einigung. Atomenergie sei sehr effizient und außerdem klimafreundlich. Angesichts der derzeitigen politischen Lage sei es aber vor allem wichtig, dass Entscheidungen über belgische Energie nun auch wieder in Belgien und nicht „in anderen Hauptstädten“getroffen würden, sagte De Croo.

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Eigentlich sollten bis 2025 alle sieben Meiler in Tihange und Doel abgeschaltet werden. Der umstrittene „Riss-Meiler“ Doel 3 ist bereits am 24. September abgeschaltet worden. Der in unserer Region besonders kritisierte „Riss-Meiler“ Tihange 2 soll am 1. Februar dieses Jahres ebenfalls abgeschaltet werden.