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Tierärztekammer Nordrhein: Tierärzte und die Corona-Impfungen

Tierärztekammer Nordrhein : Tierärzte und die Corona-Impfungen

Für Corona-Impfungen durch Tierärzte fehlen nach Auffassung der Tierärztekammer Nordrhein noch weitere rechtliche Rahmenbedingungen sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene.

Dabei gehe es zum einen um die Frage, ob Tierärzte auch bei Impfungen in den eigenen Praxen haftungsrechtlich abgesichert seien, sagte ein Sprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Nach den bisherigen Regelungen wäre das nur in den kommunalen Impfzentren und als Teil von mobilen Impfteams der Kommunen gegeben, erläuterte er.

Zum anderen sei es schwer, für den erforderlichen praktischen Teil der Schulungen Ansprechparnter zu finden. Die Tierärztekammer Nordrhein sei deshalb mit dem Gesundheitsministerium des Landes im Gespräch über verbindliche Regelungen für den praktischen Teil. Die Frage, über welche System die Abrechungen für die Coronavirus-Impfungen erfolgen sollen, komme bei den offenen Punkten noch hinzu.

„Die Impfbereitschaft ist bei den Tierärzten sehr hoch“, betonte der Sprecher mit Verweis auf eine bundesweite Umfrage. Der überwiegende Teil der Teilnehmer sei bereit, in Impfzentren oder als Teil der mobilen Impfteams mitzuwirken. Ein geringerer, aber nicht unwesentlicher Teil der Tierärzte sei demnach bereit, in der eigenen Praxis Corona-Schutzimpfungen für die Bevölkerung anzubieten.

Der Bundestag hatte im Dezember der Weg für befristete Corona-Impfungen durch Apotheker, Zahnärzte sowie Tierärzte geebnet. Voraussetzungen sind eine Schulung und geeignete Räumlichkeiten oder die Einbindung in mobile Impfteams.

(dpa)