Kelmis: Telefonbetrügerin will Opfer „für Telefonbelästigung entschädigen“

Kelmis: Telefonbetrügerin will Opfer „für Telefonbelästigung entschädigen“

Mit einer ungewöhnlichen neuen Masche hat eine Trickbetrügerin es geschafft, eine Frau im ostbelgischen Kelmis um Geld zu bringen. Die bizarre Methode: Sie machte ihrem Opfer vor, es finanziell entschädigen zu wollen - und zwar ausgerechnet für telefonische Belästigungen.

Wie die zuständige Dienststelle der Polizeizone Weser-Göhl am Donnerstag mitteilte, erhielt die 63-jährige Kelmiserin bereits am 2. Juni den Anfruf der unbekannten Frau. Die erklärte, für die Europäische Kommission zu arbeiten, die entschieden habe, alle Opfer von telefonischer Belästigung entschädigen zu wollen.

Die Frau fragte sodann einige Daten der 63-Jährigen ab und ging mit ihr die Bedienung des Kartenlesegerätes ihrer Bank durch - angeblich, um die Entschädigungssumme zu überweisen.

Zwar floss am Ende tatsächlich Geld, allerdings in die falsche Richtung. „Später stellt die Dame fest, dass Geld von ihrem Konto abgehoben wurde“, heißt es im Bericht der Polizei. Es handele sich um „den klassischen Fall von Betrug“.

(red/pol)
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