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Düsseldorf: Tausende Einbrüche in NRW aber Rückgang im ersten Halbjahr

Düsseldorf : Tausende Einbrüche in NRW aber Rückgang im ersten Halbjahr

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in NRW ist in den vergangenen sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Sie bleibt aber auf einem sehr hohen Niveau. Während im Juni etwas mehr Wohnungen und Häuser aufgebrochen wurden als im Monat zuvor, waren die Einbrecher im Halbjahresvergleich weniger aktiv.

Das zeigt die am Donnerstag veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS). Demnach wurden im Juni landesweit 3670 Fälle gemeldet, im Mai waren es 3326. Am häufigsten waren die Einbrecher in Köln unterwegs (412), auch in Recklinghausen, Essen, Dortmund, Bonn und Düsseldorf waren viele Mieter und Eigentümer betroffen. Nur ein halbes Dutzend Mal wurde im Juni im Rheinisch-Bergischen Kreis eingebrochen.

Im vergangenen Jahr war die Zahl der Wohnungseinbrüche im Vergleich zu 2014 sprunghaft um rund 18 Prozent auf über 62.000 Fälle gestiegen - Rekord. Nur etwa jeder siebte erfolgreiche oder versuchte Wohnungseinbruch wurde aufgeklärt. Trotz des Rückgangs von 33.560 Einbrüchen in den ersten sechs Monaten 2015 auf 32.212 Fälle im ersten halben Jahr 2016 bleibt die Zahl auf sehr hohem Niveau.

Die Polizei Aachen hatte sich von dem neu eingeführten Einbruchsradar einen stärkeren Effekt erhofft. „Wir hatten erwartet, dass die Leute uns mehr Hinweise auf verdächtige Beobachtungen geben würden”, sagte ein Polizeisprecher - vor und nach einem Einbruch.

Die NRW-Polizeibehörden veröffentlichen auf Karten im Internet die Lage von Einbrüchen und Einbruchsversuchen aus der Vorwoche. Die Menschen sollen sich ein Bild von ihrem Viertel machen, sensibilisiert werden und sich schützen. „Das ist ja kein Instrument der Strafverfolgung, sondern der Prävention”, sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums. Das Ministerium schließt aus Rückmeldungen, dass das Angebot angenommen wird.

„Wenn jemand sieht, dass in seiner Gegend eingebrochen wurde, dann fragt er sich: Wie sieht es mit deinen Fenstern, mit deiner Tür und mit deiner Terrasse aus”, sagte ein Polizeisprecher aus Bochum. Die Hinweise auf verdächtige Beobachtungen seien nach einem ersten Anstieg wieder auf ein „Normalmaß” zurückgegangen.

(dpa)