Taucherin Im Blausteinsee: Todesursache weiter unklar

Tödlicher Tauchgang : Warum starb die Taucherin im Blausteinsee?

Am Samstag starb eine 53 Jahre alte Frau während eines Tauchgangs in Eschweiler. Eine Obduktion der Leiche sollte klären, woran die Taucherin starb. Nun liegt das Ergebnis der Untersuchung vor.

Die Frau aus Grafschaft in Rheinland-Pfalz war mit einem Verwandten und einem Tauchlehrer im Blausteinsee unterwegs, am Samstagmittag war sie offenbar in eine Notlage geraten und starb. Die Wiederbelebungsversuche eines Notarztes blieben ohne Erfolg.

Die Polizei teilte am Montag mit, dass es keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden am Tod der 53-Jährigen gebe, doch wie so oft, wenn die Todesursache nicht eindeutig geklärt werden kann, sollte eine Obduktion Klarheit bringen. So auch in diesem Fall, denn ein Richter ordnete die Untersuchung der Leiche an.

Wie die Aachener Staatsanwaltschaft am Dienstagabend dann auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, habe die mittlerweile vorgenommene Obduktion die Todesursache nicht klären können. Ob die Frau also ertrank, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt erlitt, steht weiterhin nicht fest.

Dass Obduktionen kein Ergebnis zur Todesursache ergeben, ist höchst ungewöhnlich. Markus Rothschild, Leiter der Rechtsmedizin am Kölner Universitätsklinikum, wo die Leiche sehr wahrscheinlich untersucht wurde, ließ am Dienstagabend eine Anfrage unserer Zeitung zunächst unbeantwortet.

Möglich ist, dass ein chemisch-toxologisches Gutachten erstellt wird, mit dem geklärt werden könnte, ob sich im Blut der Frau Hinweise für die Ursache ihres Todes finden lassen. Die Erstellung eines solchen Gutachtens dauert in der Regel vier bis sechs Wochen.

Ob und wie nun weiter ermittelt wird, sei noch nicht geklärt, sagte Oberstaatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts. Eine Entscheidung dazu soll in den kommenden Tagen getroffen werden.

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