Velbert: Tatverdächtiger im Fall Kassandra bleibt in Haft

Velbert: Tatverdächtiger im Fall Kassandra bleibt in Haft

Im Fall der schwer misshandelten neunjährigen Kassandra aus Velbert (Kreis Mettmann) bleibt der 14-jährige Tatverdächtige vorläufig in Untersuchungshaft. Das Landgericht Wuppertal wies am Mittwoch eine erneute Haftbeschwerde der Verteidigerin des 14-Jährigen ab.

Bereits am 19. Oktober hatte das Landgericht eine Haftbeschwerde für unbegründet befunden.

Die Anwältin begründete ihre Beschwerde unter anderem damit, dass es bislang keine DNA-Spuren gebe, die den Tatverdacht gegen den 14-Jährigen erhärteten. Da keine Fluchtgefahr bestehe, sei eine Untersuchungshaft nicht nötig.

Der 14-Jährige sitzt seit mehr als drei Wochen in Untersuchungshaft. Er bestreitet die Tat. Die Anwältin kann jetzt noch Haftbeschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf stellen.

Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft könnte noch im November Anklage gegen den 14-Jährigen erhoben werden. Derzeit dauere die Untersuchung der sichergestellten Spuren noch an.

Der Jugendliche soll wegen versuchten Mordes vor Gericht gestellt werden. Der Prozess wird wegen des Alters des Angeklagten wohl unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Kassandra war am 15. September lebensgefährlich verletzt in einem Kanalschacht in Velbert gefunden worden. Nach bisherigem Ermittlungsstand der Polizei war sie von dem 14-Jährigen am Tag zuvor schwer misshandelt worden.

Schließlich soll der Junge das Kind in dem Kanalschacht abgelegt und den Schacht mit dem schweren Deckel verschlossen haben.

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