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Weiterhin keine Einigung: Tarifstreit Metallindustrie NRW ergebnislos

Weiterhin keine Einigung : Tarifstreit Metallindustrie NRW ergebnislos

Im Tarifstreit der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie ist am Donnerstagabend auch die vierte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

Die IG Metall machte die Arbeitgeberseite dafür verantwortlich und sprach von „verantwortungsloser Unbeweglichkeit“. Die Arbeitgeber erklärten, dass die Gespräche „zwar durchaus konstruktiv, aber zugleich sehr schwierig“ gewesen seien. Ein neuer Verhandlungstermin wurde zunächst nicht vereinbart. Am Freitag sind weitere Warnstreiks in Krefeld, Lübbecke und Drolshagen geplant.

Die Gewerkschaft kündigte an, dass der IG Metall-Vorstand am Montagabend über das weitere Vorgehen in der Tarifrunde entscheiden will. „Sollte es am Wochenende keine Signale geben, dass die Arbeitgeber sich in der kommenden Woche endlich bewegen werden, ist die Eskalation der Tarifrunde vorprogrammiert“, hieß es in einer Mitteilung.

NRW-Metallarbeitgeberpräsident und Arbeitgeber-Verhandlungsführer Arndt G. Kirchhoff erklärte, dass die Verhandlungssituation insgesamt zwar schwierig sei, „aber auch nicht festgefahren“. Mit dem in der dritten Verhandlungsrunde vorgelegten Angebot hätten die Arbeitgeber den „tarifpolitischen Werkzeugkasten“ weit geöffnet. Mit einer „pfiffigen Kombination“ aller Instrumente müsse eine rasche und tragfähige Einigung ohne weitere Eskalation möglich sein. Kirchhoff verwies auf einen im Tarifgebiet Baden-Württemberg bereits vereinbarten fünften Verhandlungstermin am 17. November.

Die Arbeitgeber hatten in den bundesweit regional geführten Verhandlungen jeweils Einmalzahlungen von 3000 Euro und bei einer Laufzeit von 30 Monaten eine nicht bezifferte Erhöhung der Lohntabellen angeboten. Die IG Metall verlangt für einen Zeitraum von zwölf Monaten dauerhaft acht Prozent mehr Geld für die bundesweit rund 3,9 Millionen Beschäftigten. In NRW sind in der Branche rund 700.000 Menschen beschäftigt.

(dpa)