Aachen: Tagung in der Bischöflichen Akademie widmet sich der Melancholie

Aachen: Tagung in der Bischöflichen Akademie widmet sich der Melancholie

Philosophen, Mediziner, Psychologen und Künstler: Sie alle befassen sich mit der Melancholie, jenem Gemütszustand, den die alten Griechen zu den vier Grundtemperamenten gezählt und auf ein Vorherrschen der „Schwarzen Galle“ zurückgeführt haben. In der medizinischen Diskussion über die Melancholie ist man heute bei psychischen Phänomen wie der Depression angekommen.

Auf der anderen Seite wird das vermeintliche Krankheitsbild der Melancholie aber auch in Zusammenhang mit Kreativität und Genialität gestellt.

Was also ist Melancholie? Welche Spuren hat sie in der Kunst hinterlassen? Wann wird sie zu einem Krankheitsbild? Stoff genug für eine hochkarätig besetzte Tagung unter dem Titel „Melancholie — Zwischen Sinnsehnsucht und Verzweiflung“ in der Akademie des Bistums Aachen. Fünf Wissenschaftler — der Philosoph Prof. Friedhelm Decher von der Universität Siegen, der Aachener Philosoph Prof. Rudolf Lüthe, der Aachener Musikhistoriker Prof. Norbert Jers, Prof. Alexander Markschies vom Institut für Kunstgeschichte an der RWTH und Prof. Dominik Groß vom Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der RWTH — beleuchten das Thema in allen Facetten. Die Schriftstellerin Katja Lange-Müller liest aus ihren Werken.

Die kostenpflichtige Tagung findet vom 1. bis 3. September in der Bischöflichen Akademie, Leonhardstraße in Aachen, statt. Anmeldung und Infos bei Gisela Köchig, 0241/4799622, und im Internet unter www.bischoefliche-akademie-ac.de