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Tagebau Hambach: Unbekannte legen Feuer an Trafo-Häuschen

Tagebau Hambach : Unbekannte legen Feuer und bremsen Rettungskräfte aus

In der Nähe des Braunkohletagebaus Hambach haben unbekannte Täter in der Nacht zu Donnerstag ein Trafohaus des Energieunternehmens RWE angezündet. Den Rettungskräften wurde die Anfahrt erschwert.

Der Brand an dem Trafohaus der RWE Power AG wurde um ungefähr 1.40 Uhr gelegt. Die Feuerwehr konnte ein völliges Ausbrennen der Trafostation nicht mehr verhindern. Der entstandene Schaden liegt im hohen sechsstelligen Bereich. Auch an einer weiteren technischen Einrichtung versuchten die unbekannten Täter ein Feuer zu entzünden.

Um die Anfahrt für Polizei und Feuerwehr zu erschweren, wurden zudem auf mehreren Feldwegen Nagelbretter ausgelegt. Die Aachener Polizei fand im Rahmen der anschließenden Spurensicherung unter anderem einen Benzinbehälter, der vermutlich den Tätern zuzuordnen ist. Dieser soll nun von der Ermittlungskommission Hambach auf Spuren untersucht werden.

Der Brandort liegt bei Kerpen-Manheim, einem wegen des Tagebaus weitgehend verlassenen Ort. Im nahen Hambacher Forst leben Braunkohlegegner und Aktivisten in illegalen Baumhäusern. Der zum Symbol des Braunkohle-Protestes gewordene Wald soll laut Beschluss der NRW-Landesregierung erhalten bleiben.

Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen vorsätzlicher Brandstiftung ein und bittet Zeugen, die Hinweise auf die Täter geben können, sich unter der Telefonnummer 0241/9577-35301 oder (außerhalb der Bürozeiten) unter der Nummer 0241/9577-34210 zu melden.

(red/pol)