Aachen: Studienangebot an Universitäten und Hochschulen verändert sich

Aachen: Studienangebot an Universitäten und Hochschulen verändert sich

Mobilität und Verkehr. Umweltwissenschaften. Es sind technische Entwicklungen, gesellschaftliche und globale Herausforderungen, die dafür sorgen, dass sich das Studienangebot an Hochschulen und Universitäten verändert.

Allein an der RWTH Aachen gibt es über 130 Studiengänge. An der FH Aachen gibt es 48 Bachelor- und 22 Masterstudiengänge in Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften sowie Design. Immer wieder kommen neue hinzu — etwa das Holzingenieurwesen — und andere fallen dafür weg, etwa der Studiengang Internationale wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit (IWTZ). „Energieerzeugung, Umweltschutz, Urbanisierung oder Gesundheit“, nennt Michael Heuters vom Dezernat Planung, Entwicklung und Controlling der RWTH Aachen Themen, die sich letztlich in veränderten Studienangeboten widerspiegeln. Auch die Umstellung auf Bachelor- und Master-Abschlüsse im Rahmen der europäischen Studienreform sowie die Internationalisierung der TH spielt eine Rolle.

Betont international

So gibt es einen neuen Masterstudiengang „Master of Science in Management and Engineering in Production Business“ in Zusammenarbeit mit der Maastricht School of Management. International sind auch die ersten Studierenden des englischsprachigen Angebots — die 22 Teilnehmer kommen unter anderem aus Ägypten, Indien, Mazedonien, Mexiko und Taiwan.

Ideen und Konzepte für solche neuen Studiengänge oder die Weiterentwicklung bestehender kommen zumeist aus den einzelnen Fakultäten und Instituten. Sie erfinden sich also immer wieder neu. Verabschiedet werden sie am Ende natürlich durch das Rektorat. „Die Anforderungen des Arbeitsmarktes bedingen heutzutage eine stärkere Integration von Forschung und Lehre, eine engere Verzahnung von Theorie und Anwendung sowie eine Vernetzung von Theorie und Anwendung sowie eine Vernetzung unterschiedlicher Disziplinen“, erläutert Heuters die gestiegenen Ansprüche bei neuen Studiengängen. In besagtem internationalen Master ist dies der Fall.

Letztlich stehen aber alle Angebote auf dem Prüfstand. „Das Studienangebot der RWTH wird durch eine Reihe von Qualitätssicherungsmaßnahmen fortlaufend kritisch geprüft. Extern wird dies durch die zu durchlaufenden Akkreditierungs- und Reakkreditierungsverfahren gewährleistet, bei denen Gutachter die Qualität einzelner Studiengänge in Augenschein nehmen“, sagt Heuters. Sprich: Es gibt regelmäßige Kontrollen, ob Studiengänge auch halten, was sie versprechen. Neue Studiengänge müssen erstmals durch eine Art TÜV — so ist die Akkreditierung durchaus zu verstehen.

Intern wird regelmäßig evaluiert. Auch die Beliebtheit eines Studienganges wird hinterfragt. „Gründe für eine Einstellung eines Studienganges liegen zumeist in mangelnder Nachfrage und damit verbundenen niedrigen Studienzahlen. Analog zur Einführung neuer Studiengänge müssen dazu ebenfalls die verschiedenen Gremien und Ausschüsse auf Hochschul- und Fakultätsebene zustimmen“, erläutert Heuters. Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Geowissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Geisteswissenschaften, Medizin — sie alle müssen sich für die Zukunft aufstellen — und erkennen, was die künftigen Studierenden von ihnen erwarten.

(tka)
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