Deutsches Kinderhilfswerk: Studie sieht Nachholbedarf bei Kinderrechten in Nordrhein-Westfalen

Deutsches Kinderhilfswerk : Studie sieht Nachholbedarf bei Kinderrechten in Nordrhein-Westfalen

Bei der Umsetzung von Kinderrechten hat Nordrhein-Westfalen einer Studie zufolge Nachholbedarf. So würden etwa die Rechte auf Gesundheit, Ruhe und Freizeit nicht in vollem Maße geschützt, wie aus dem „Kinderrechte-Index“ des Deutschen Kinderhilfswerks hervorgeht.

Konkret mangelt es demnach an der Sicherheit von Schulwegen und der Verbreitung von Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Gut schneidet das Land dagegen bei Beteiligungsmöglichkeiten ab, etwa bei der Wohnumfeld- und Verkehrsplanung oder in Kindertagesstätten.

In der Pilotstudie wurde bewertet, wie weit die Ansprüche auf Bildung, Gesundheit, Erholung und einen angemessenen Lebensstandard sowie auf politische Teilhabe verwirklicht sind. „30 Jahre nach Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention stehen wir in Deutschland kinderrechtlich vor einem föderalen Flickenteppich. Und auch innerhalb der Bundesländer sehen wir Licht und Schatten, da macht das Land Nordrhein-Westfalen keine Ausnahme“, sagte Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks. Man sehe bei der Schüler-Lehrer-Quote, bei der Chancengleichheit aller Schüler, bei Rückzugsräumen in den Schulpausen und dem Zustand der Toiletten an Schulen oder dem Angebot von Spielplätzen „noch viel Luft nach oben“, so Krüger weiter.

Im bundesweiten Vergleich liegt Nordrhein-Westfalen der Erhebung zufolge im Mittelfeld. In Brandenburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein werden die Kinderrechte demnach am besten umgesetzt. Den größten Nachholbedarf gibt es in Hamburg, Hessen, Sachsen-Anhalt und dem Saarland.

(dpa)