Düsseldorf: Streit um Bombenräumung der RRX-Trasse vor Gericht

Düsseldorf : Streit um Bombenräumung der RRX-Trasse vor Gericht

Er gilt als wichtigstes Schienen-Verkehrsprojekt in Nordrhein-Westfalen: der rund zwei Milliarden Euro teure Rhein-Rur-Express (RRX). Mit ihm soll die vielbefahrene Strecke zwischen Köln und Dortmund ausgebaut werden. Nun streiten sich Bund, das Land NRW und die Bahn um die Kosten für die Räumung der künftigen Strecke von Weltkriegsbomben.

Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht wird den Fall an diesem Donnerstag verhandeln. Noch vor Baubeginn wollen die Parteien geklärt wissen, wer für den Einsatz der Kampfmittel-Experten aufkommen muss.

Um wie viel Geld es geht, ist dabei noch unklar, weil unbekannt ist, wie viele Blindgänger zutage kommen werden. Insgesamt ist die Trasse nach Bahnangaben 130 Kilometer lang, sie wird aber nicht auf der vollen Länge neu gebaut. Weite Teile führen durch Gebiete, die im Zweiten Weltkrieg das Ziel massiver Luftangriffe waren.

Ziel des RRX-Projektes ist es, die großen Städte im bevölkerungsreichsten Bundesland in schneller Taktung zu verbinden. Die Züge sollen zwischen Köln und Dortmund alle 15 Minuten fahren und mit bis zu 160 Stundenkilometer zwischen den Metropolen pendeln. Wann der Ausbau fertig ist, steht noch nicht fest, voraussichtlich nach 2020.

Auch für Bahnreisende aus Richtung Aachen wird das Projekt Auswirkungen haben: In einem ersten Schritt sollen ab 2018 neue Züge auf den bisherigen Regional-Express-Linie RE 1, RE 4, RE 5, RE 6 und RE 11 zum Einsatz kommen.

(dpa)
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