Lüttich: Streik-Drama: Belgische Polizei nennt Autobahnbesetzer

Lüttich: Streik-Drama: Belgische Polizei nennt Autobahnbesetzer

Die Autobahnblockaden während des Generalstreiks in Belgien könnten für einige Teilnehmer Konsequenzen haben. Die belgische Polizei hat der Justiz Namen von Menschen mitgeteilt, die am Montag vergangene Woche an der Blockade der E40 bei Herstal beteiligt waren.

Ihnen drohen zehn Jahre Haft, auch Geldstrafen bis zu 6000 Euro seien möglich, wie die belgische Tageszeitung „La Meuse“ schreibt. Streiks auf der Autobahn seien gesetzlich verboten, erklärte der Direktor der Autobahnpolizei, Michaël Jonniaux.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt, weil ein Mediziner wegen der Blockade im Stau stand. Eine 74-jährige Frau, die er hätte operieren sollen, war noch am Montag gestorben. Das Krankenhaus hatte geklagt. Außerdem war ein Mensch, der sich im Stau befand, an einem Herzinfarkt gestorben.

Die belgische Politik diskutiert laut der Nachrichtenagentur Belga nun, welche Konsequenzen gezogen werden müssen. Die Streikgesetze könnten präzisiert werden.

(red)