Aachen: Streetscooter lagert Produktion der E-Bikes aus

Aachen: Streetscooter lagert Produktion der E-Bikes aus

Auf dem Gebäude wird noch in waschmaschinengroßen Buchstaben an die Firma Brimberg erinnert. Nur ein postkartengroßer Hinweis an der Pforte weist auf die neuen Mieter hin. Streetscooter hat an der Dresdner Straße in Aachen die Werkshallen der ehemaligen Druckerei gemietet.

Das aufstrebende Unternehmen hat bereits vor ein paar Tagen unbemerkt von der Öffentlichkeit die Produktion der E-Bikes und E-Trikes ausgelagert. Am Standort Jülicher Straße wird Platz benötigt, um die steigende Nachfrage nach Nutzfahrzeugen zu bedienen, sagt Alexander Edenhofer, Sprecher der Deutsche Post DHL Group, die Streetscooter vor drei Jahren übernommen hat.

Etwa 30 Mitarbeiter basteln nun am neuen Standort am „Work M“ und am „Work S“. Produktionszahlen hält der Konzern unter Verschluss. Anfang April hatte die Post in Osnabrück das 1000. E-Bike von Streetscooter übernommen. Die bis zu 25 Stundenkilometer schnellen Lastenräder können maximal 50 Kilogramm Briefe und Pakete geräuscharm und emissionsfrei transportieren.

Die Post besitzt mit ca. 10.500 Pedelecs (E-Bikes und E-Trikes) die größte Elektroflotte in Deutschland. Mittelfristig will der Konzern seine gesamte Zustellflotte durch Elektrofahrzeuge ersetzen. Derzeit sind etwa 2500 Nutzfahrzeuge für das Unternehmen unterwegs. Das selbst gewählte Emissionsziel: Bis 2025 soll die Zustellung auf der letzten Meile zu 70 Prozent auf saubere Lösungen umgestellt sein. Verkauft werden alle Fahrzeuge auch an Dritte, nicht nur an die Post.

Überlegt wird, ob im Aachener Ostviertel auch ein Showroom für die geplante Streetscooter-Flotte am neuen Standort entsteht. Ein Werksverkauf für die Zwei- und Dreiräder ist nicht geplant, sagt Edenhofer.

(pa)
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