Düren: Straßenbauer an der neuen A4 demonstrieren

Düren: Straßenbauer an der neuen A4 demonstrieren

„Wir arbeiten zu viel und bekommen für die Arbeit, die wir leisten, einfach zu wenig Geld“, ärgert sich Germar Hermann. Andere Arbeiter, die derzeit die neue Autobahn 4 bauen, pflichten ihm bei. Weil am 5. Mai die Tarifverhandlungen weitergehen, haben rund 30 Männer am Donnerstag auf der Baustelle in Höhe Buir für eine verlängerte Frühstückspause die Arbeiten gestoppt.

Neben den Lohnerhöhungen geht es der IG Bau um die Arbeitsbedingungen. „Wir wollen nicht, dass die Arbeitszeit auf zehn Stunden pro Tag erhöht wird. Die Arbeit ist ohnehin schon hart“, betont Thomas Krumscheid vom Bezirksverband Aachen. Darüber hinaus kritisiert die Gewerkschaft, dass die Arbeiter oft weite Strecken mit ihren Privatwagen zurücklegen müssten.

Ebenso sei es der IG ein Dorn im Auge, dass Kosten für Unterkunft und Verpflegung immer mehr auf die Arbeitnehmer abgewälzt würden. Die Gewerkschaft fordert ein Gesamtpaket, bei dem von der Fahrkostenerhöhung bis zur Lohnanhebung ein Plus von sieben Prozent steht.

„Es wird Zeit, dass die Arbeitnehmer von der positiven Entwicklung der Baubranche profitieren“, sagt Krumscheid. Und sollte die nächste Tarifrunde scheitern: „Wir können auch anders.“

(smb)
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